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Gesundheit und Weltherrschaft als Vorsätze

Bückeburger begrüßen 2018 Gesundheit und Weltherrschaft als Vorsätze

Stimmungsvoll haben die Bückeburger das Jahr 2018 begrüßt. In diversen Veranstaltungsstätten wurde bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen gefeiert. Bei den Wünschen an das neue Jahr ließen die Bückeburger diesmal aus der Laune des Abends heraus den einen oder anderen Schuss Größenwahn aufblitzen.

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Ausgelassen war die Stimmung in der Schraub-Bar, in der nach Leibeskräften abgetanzt wurde.

Quelle: jp

Bückeburg. Ernsthafte Zwischenfälle gab es während der Feierlichkeiten nicht zu vermelden: Polizei und Rettungsdienste sprachen von einer vergleichsweise unspektakulären Silvesternacht. Nicht so recht mitspielen wollte hingegen das Wetter: Bei April-Temperaturen, Sturmböen und immer wieder heftigen Regenschauern ließ es sich diesmal ausnahmslos in geschützten vier Wänden angenehm feiern.

Gestartet werden konnte der Jahresabschied bereits um die Mittagsstunde: Im Historischen Wirtshaus Zur Falle ließ es die Band Route 66, einst bekannt als Section und heute bestehend aus Bernd Hofmeister (Gitarre), Albrecht Bartels (Gitarre), Thorwald Hey (Bass), Ralf Schröter (Keyboard) und Daniel Hey (Schlagzeug), mit zahlreichen Oldies von Buddy Holly bis zu den Beatles und von J.J. Cale bis zu Procol Harum nach Leibeskräften rocken und rollen. Einer, der sich diese mittägliche Einstimmung auf den Silvesterabend schon seit Jahren nicht entgehen lässt, war der Vorsitzende des Sport- und Partnerschaftsausschusses der Stadt Bückeburg, Wolfhard Müller. An seiner Seite hatte er diesmal mit Gilles Marceau und Patrick Bonnet zwei Gäste aus der Partnerstadt Sablé, mit denen ihn eine weit über 40-jährige Freundschaft verbindet. Auch der ehemalige Fallen-Wirt Fritz Wegener kennt die beiden seit fast einem halben Jahrhundert – umso größer war jetzt die Wiedersehensfreude.

Vom Stimmungsmacher zum Besucher

Als etwas ganz Besonderes muss Claudius Kohlmann die Silvesterfeier im Minchen empfunden haben, wo er es sich im großen Freundeskreis gut gehen ließ. Zum ersten Mal erlebte der langjährige Plattenteller-Veteran den Jahreswechsel im ehemaligen Ostbahnhof nämlich als ganz normaler Besucher – und nicht wie sonst am Mischpult hinter den Reglern. Tatsächlich dürfte das Jahr 2017 für ihn als ein ganz besonderes in Erinnerung bleiben: Denn nachdem Kohlmann genau 30 Jahre lang als DJ Wutz unzähligen Veranstaltungen den musikalischen Stempel aufgedrückt hatte, hängte er im Frühjahr den Party-Nebenjob endgültig an den Nagel und sagte den Plattentellern Adieu. Sein Wunsch für das neue Jahr: „Gesundheit! Alles andere kommt von ganz allein.“

Während Kohlmann also den wohlverdienten DJ-Ruhestand genießt, startete ein anderer 2017 richtig durch: Der Wiedenbrügger Sänger Rouven Tyler stellte Ende Juni auf Schloss Bückeburg sein erstes Album „31556“ vor und kann sich seitdem vor Engagements kaum retten. Nicht nur, dass er eine Woche nach der „Destille-Revival-Party“ an gleicher Stelle schon wieder auf der Bühne stand und den Besuchern der Silvester-Party in der Bar Scarabeo einen ungemein rockigen und souligen Jahreswechsel bescherte. Zwischendurch jette er auch mal eben nach Sylt, um dort das Publikum im Grandhotel Miramar zu begeistern, so Tyler.

Wünsche: Von der Segeljacht bis zur Weltherrschaft

Gefühlvolle Momente bot die Silvester-Gala „Nur die Liebe zählt – Tanz mit dem Wind“ mit dem Mindener Geiger Anton Sjarov und seinem World Light Orchester, die am Silvesterabend zweimal im Großen Rathaussaal aufgeführt wurde. Trotz der hochklassigen musikalischen und tänzerischen Inszenierung, die als vierte große Bühnenshow von Sjarov in Zusammenarbeit mit Heiko Biermann entstand, blieb unübersehbar so mancher Platz an diesem Abend leer.

Proppevoll war es dagegen in der Schraub-Bar, in der diesmal zwei DJs das tanzfreudige Publikum mit allem versorgten, was zum Abfeiern taugt und musikalisch in Richtung „hard & heavy“ ausschlägt. Für Sascha Hessling konnte es daher zu Silvester auch kein anderes Ziel geben als die Bar mit dem Bus jenseits des Bahnhofs. Bei seinen Wünschen für das neue Jahr gab sich der 46-jährige Bückeburger gänzlich unbescheiden: „Eine Segeljacht, mit der ich auf dem Mittelmeer schippern kann“, sollte es bitteschön sein. Genau das Richtige war die „Schraube“ auch für Marie-Luise Zander aus Bückeburg und deren Freundin Katrin Busch aus Berlin, die sich für diesen Jahreswechsel felsenfest vorgenommen hatten: „Alles, nur nicht Familie.“ Ihr Wunsch für 2018 hörte sich da ein klein wenig unbescheidener an: „Am liebsten die Weltherrschaft.“

jp

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