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Gewaltiger Ansturm

Spektaculum endet erfolgreich Gewaltiger Ansturm

Der in der vergangenen Woche so heftig wieder aufgeflammte „Lärmstreit“ hat erwartungsgemäß seinen Niederschlag auch am zweiten Veranstaltungswochenende des Mittelalterlich Phantasie Spectaculums (MPS) in Bückeburg gefunden.

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Größter Publikumsmagnet am Sonnabend: Die Folk-Band Fiddler’s Green aus Erlangen auf der Festivalbühne vor dem Mausoleum.

Quelle: jp

BÜCKEBURG. . Ein Beschwerdeführer hatte wie berichtet durch behördliche Eingaben eine Kürzung der Veranstaltungszeit von 1 Uhr nachts auf 0 Uhr erreichte: Das Thema sorgte für viel Gesprächsstoff unter eingefleischten Mittelalterfans.

 Insbesondere die Geschehnisse im August 2015, als nach einem Konzert über einem Bückeburger Biergarten eine Drohne aufgestiegen war, um zu kontrollieren, ob sich dort nach Mitternacht noch Gäste aufhielten, hatten sich jetzt nach den Beschwerden gegen das MPS wie ein Lauffeuer über die Medien und die sozialen Netzwerke verbreitet. Und so nahmen tatsächlich bereits bei der offiziellen Markteröffnung hinter Zeremonienmeister Horis El Hammamy alias „Bruder Rectus“ Bogenschützen der MPS-Wache Aufstellung, um – wie von Veranstalter Gisbert Hiller angekündigt – nötigenfalls gegen spionierende Flugobjekte vorzugehen. Was glücklicherweise nicht erforderlich war.

 

Beim Abendsegen nach der großen Feuershow, dem letzten Programmpunkt am Sonnabend, appellierte Horis El Hammamy an alle Bückeburger und auch an auswärtige MPS-Besucher, sich die heimische Kultur nicht durch Dauerbeschwerden von Einzelpersonen zerstören zu lassen. „Wenn es euch hier gefallen hat, dann lasst euch nicht gefallen, dass man euch eure Feste und eure Veranstaltungen wegnimmt.“ Hammamy rief dazu auf, die Online-Petition zur „Erhaltung kultureller Veranstaltungen Bückeburgs“ zu unterzeichnen. „Ich will schließlich auch meinen hundertsten Geburtstag noch hier auf der Mausoleumswiese feiern.“

Die Petition, die vergangene Woche als Reaktion auf die Presseberichterstattung von dem Bückeburger André Batis auf der Internetplattform „OpenPetition“ gestartet worden war, richtet sich an den Landkreis Schaumburg und zählte am Sonntagmorgen bereits mehr als 1500 Unterstützer.

 

Der Publikumsbegeisterung taten die Wellenausläufer der Lärmdebatte keinen Abbruch: Wie bereits aufgrund der Vorverkaufszahlen erwartet, stellte der Andrang am zweiten Veranstaltungs-Sonnabend noch einmal alles in den Schatten, was das MPS in Bückeburg jemals an Besuchern an einem Tag erlebt hat. So gewaltig war der Ansturm, dass es sowohl bei der An- als auch der Abreise zu erheblichen Verkehrsstockungen auf und rund um die Großparkflächen im Röcker Feld kam. Einzelne Besucher berichteten davon, in der Nacht eine Stunde gebraucht zu haben, um den Großparkplatz mit dem Fahrzeug wieder zu verlassen.

Noch nie dürfte das Spectaculum in Bückeburg aber auch so viele Publikumsmagneten auf einmal präsentiert haben. Den größten Fan-Aufgalopp verursachten dabei mit Abstand die Folk-Barden Fiddler’s Green aus Erlangen, die das erste Mal auf der Mausoleumswiese gastierten. Aber auch vor den Bühnen der Publikumslieblinge Saltatio Mortis, der Mittelalterrocker Versengold, der Pagan-Folk-Band Omnia oder auf den Tribünen des Ritterturniers mit den Wenzel-Ritterspielen drängten sich die Zuschauer zu Tausenden. jp

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