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Gewerkschafter erhöhen Druck auf Rohrwerke

Tarifkommission eingerichtet Gewerkschafter erhöhen Druck auf Rohrwerke

Nach dem angekündigten Austritt der Fränkischen Rohrwerke aus dem Arbeitgeberverband haben die in der IG Metall organisierten Arbeitnehmer gestern Abend bei einer Mitgliederversammlung eine achtköpfige Tarifkommission gewählt.

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Maik Beermann. gus

Bückeburg. Das Gremium, dem auch Betriebsratschef Ralf Meier angehört, werde nach einstimmigem Beschluss das Unternehmen zeitnah auffordern, die Tarifbindung wiederherzustellen, berichtete Thorsten Gröger.

 Da Verhandlungen für einen neuen Flächentarifvertrag anstehen, haben die Teilnehmer der Kommission weitere Wünsche mit auf den Weg gegeben: So soll das Gremium unter anderem dafür sorgen, dass die Löhne der Mitarbeiter analog zum Flächentarifvertrag steigen.

 Nach Angaben des Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Nienburg-Stadthagen seien das Gremium wie auch die gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter bereit, die Forderung mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln durchzusetzen. Dazu gehöre auch ein Streik, sagte Gröger und verwies darauf, dass mit Inkrafttreten des Austritts auch die Friedenspflicht endet.

 Der Gewerkschafter will es jedoch nicht so weit kommen lassen. Er erinnerte an das Jahr 2009 als Unternehmensführung und Belegschaft in „einem gemeinsamen Kraftakt“ eine schwierige Situation gemeistert hätten. „Damals haben die Rohrwerke am Standort Bückeburg investiert, und die Mitarbeiter waren bereit, sich für die neuen Techniken qualifizieren zu lassen.“ Zudem hätten Arbeitnehmer auch eine Verkleinerung der Belegschaft mitgetragen. „Wir wollen eine solche konstruktive und zukunftsorientierte Atmosphäre wiederherstellen.“ Trotz dieser Gesprächsbereitschaft soll der Druck auf den Arbeitgeber hochgehalten werden.

 Bei den Mitarbeitern herrsche derzeit allerdings eine Stimmung, die durch Empörung und Enttäuschung geprägt sei. Hatte bereits der Austritt aus dem Arbeitgeberverband und damit die Auflösung der Tarifbindung für Entsetzen gesorgt, habe die Vorgehensweise der Konzernführung die ablehnende Haltung vieler Mitarbeiter weiter gesteigert. „Viele Mitglieder sagen: ,So wollen wir nicht behandelt werden‘“, schildert Gröger die Stimmung bei der Versammlung.

 Nach Einschätzung des Gewerkschafters haben rund 90 Prozent der Mitglieder an dem Treffen am gestern Abend teilgenommen. Es seien Arbeitnehmer aus allen Bereichen des Unternehmens dabei gewesen.

Von Benjamin Schrader

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