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Glücklich in Chicago

Bückeburg/Stadthagen / Schüleraustausch Glücklich in Chicago

„Dass meine Gasteltern nicht Vater und Mutter, sondern zwei Frauen sein würden, wusste ich schon vor der Fahrt“, erzählt Alina Puderbach und ergänzt: „Zuerst fand ich die Vorstellung, in einem Lesbenhaushalt zu leben, etwas befremdend, aber dort in den USA gab es überhaupt kein Problem.“

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Bückeburg/Stadthagen. Gemeinsam mit neun Schülern des Wilhelm-Busch-Gymnasiums Stadthagen und den beiden Stadthäger Lehrerinnen Ursula Rottmann-Kölling und Elisabeth Statzholte als Austauschleiterinnen waren acht Bückeburger Schüler aus dem 10. Jahrgang des Gymnasiums Adolfinum 17 Tage lang unterwegs. Dafür gab man die Herbstferien gerne dran. Zunächst ging es nach Iowa City im Bundesstaat Iowa an die dortige City Highschool, dann machte man sich auf den Weg nach Chicago (Illinois). Diese Metropole mit mehr als zehn Millionen Einwohnern hat es den Bückeburgern besonders angetan. Die Begeisterung wurde auch nicht dadurch geringer, dass man plötzlich improvisieren musste, weil es im Hotel ein wenig haperte mit den Reservierungsdaten. Klappbett aufgeklappt, fertig ist das Dreibettzimmer!

 Einen überaus positiven Eindruck hinterließ schon der Schulalltag an der Highschool, insbesondere die Fächer, die in Deutschland höchstens an Gesamtschulen im „Clubangebot“ sind. Lewin Wanzek übte sich in den USA mit Freude und Gewinn im Krafttraining, Jan Oltmanns war tatsächlich Gastsänger im Mädchenchor. Was die technische Ausstattung anbelangt, sehen die Schaumburger ihre eigenen Schulen deutlich im Rückstand: „Dort ist jeder Raum mit Whiteboard und entsprechender IT ausgestattet.“ Das würde man sich auch vom Landkreis Schaumburg als Schulträger wünschen.

 Staatsfinanzen waren in jenen Herbsttagen ohnehin das Thema. Republikaner und Demokraten rangen um einen Kompromiss in Haushaltsfragen. In einer Gastfamilie war das Thema Staatshaushalt schon deshalb auf dem Tisch, weil ein Sohn auf den Wehrsold warten musste – als Afghanistansoldat. Wenn dann auch noch in einer Gastfamilie Vater und Sohn unterschiedliche Parteipräferenzen haben, ist die Debatte unvermeidbar. „Aber richtigen Streit gab es nicht“, sagt Jonne Grein.

 Die Frage nach den Highlights scheint nicht so leicht zu beantworten zu sein. Der Irrweg im Maisfeldlabyrinth? Der Blick vom 103. Stock des Willis Tower auf die Megacity Chicago? Die Aktivitäten in der Homecoming-Woche der Highschool? Reden die deutschen Schüler von ihren Gastgebern, kommen sie ins Schwärmen: „Wir wurden sehr herzlich aufgenommen, in der Schule, aber ganz besonders in den Familien.“ Das verpflichtet natürlich für die Zeit des Gegenbesuchs im Juni 2014. Im Jubiläumsjahr müssten die Adolfiner ja einiges zu bieten haben für ihre Geburtstagsgäste.  r

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