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Glücksfall für Bückeburg

Kirchenmusik Glücksfall für Bückeburg

Gleich die erste kirchenmusikalische Veranstaltung der Stadtkirchengemeinde in diesem Jahr – die „Orgelmusik zur Einkehr“ – hat die Messlatte sehr hoch gehängt.

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„Auf dem rechten Auge nicht blind“

Jürgen Frielinghaus an der Orgel der Stadtkirche.

Quelle: mig

Kirchenmusikdirektor Jürgen Frielinghaus, der ja schon mehrfach in Bückeburg zu Gast war, spielte Werk von Johann Sebastian Bach und Dietrich Buxtehude.

Vor allem im vergangenen Jahr ist die Reihe „Orgelmusik zur Einkehr“ zu einem echten Geheimtipp unter Musikliebhabern im Schaumburger Land geworden. Fast alle Veranstaltungen waren 2015 gut besucht – vor allem, wenn man bedenkt, wann die Konzerte beginnen (um 11 Uhr). Woran das liegt? Zum einen an den Künstlern. Kantor Siebelt Meier gelingt es immer wieder, großartige Musiker nach Bückeburg zu ziehen. Vor allem aber liegt es an einem weit gespannten Programm, das von festlicher Trompetenmusik bis hin zu Wiederaufführungen Alter Musik reicht. Kurzum: Die kleine Reihe ist ein Glücksfall für die Ex-Residenz.

Auch für dieses Jahr wurde wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Unter anderem wird am 6. Februar Organistin Dagmar Lübking aus Hamburg in Bückeburg spielen. Nur wenige Tage später, am 8. Februar, folgt das schon fast traditionelle „Konzert zum Rosenmontag“ des Bläserkreises.

Doch zurück zu Frielinghaus, der die morgendliche Soiree mit Bachs wunderschönen „Pièce d’Orgue“ begann. Das Werk besticht nicht nur durch seine lebensfrohen Arabesken und heitere Adagio-Majestät, sondern auch durch eine inbrünstige, innige Religiosität. Lichte Flöten-Kantilenen wechseln mit einer mitreißenden, teils expressiven Motorik. Frielinghaus spielte die Läufe perlend und flüssig, bei dennoch genauester Phrasierung. Er hat, das wird schnell deutlich, hörbar ein Händchen für das facettenreiche Bach-Werk.

Der nächste Abschnitt des Programms war dann dem Weihnachtsfest gewidmet, das kalendarisch ja immer noch „stattfindet“. Sowohl Guy Bovets „Stille Nacht, Heilige Nacht“ als auch Hans-Jürgen Wulfs „O du fröhliche“ kamen beschwingt, fast ein wenig jazzig daher, klangsinnlich und reich verziert folgte William Wallonds „Voluntary V G-Dur“. Dazu gesellten sich Louis-Claude Daquins Variationen über das französische Weihnachtslied „Noël“ und eine italienisch-heitere Fantasie über „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ (von Buxtehude).

Den Schlusspunkt unter ein großartiges Konzert setzte dann Bachs „Toccata und Fuge d-Moll“, das mit Abstand bekannteste Orgelwerk der europäischen Kunstmusik. Frielinghaus folgte dem pulsierenden Rhythmus, ohne aber in einen scheinbar virtuosen Schnelligkeitswahn zu verfallen. Stattdessen folgte er den Details und der expressiven Melodik und machte so auch feinere Töne hörbar. mig

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