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Golfplatz, Altersheim,Senioren-Wohnanlage

Hofwiesen wecken Interesse Golfplatz, Altersheim,Senioren-Wohnanlage

Es ist nicht das erste Mal, dass die Hofwiesen Begehrlichkeiten bei Investoren wecken.

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Das Modell des 1998 geplanten Erweiterungsbaus des Altersheims, das fünf Stockwerke haben sollte.

Quelle: Archiv

Bückeburg. Zu Beginn der achtziger Jahre gab es Pläne, dort einen Golfplatz einzurichten, so wie es ihn bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab und wovon heute nach das Golfhaus an der Schlossgraft zeugt. Aus den Plänen wurde nichts – heute ist der Golfplatz am Südharrl angesiedelt.

Wenige Jahre später folgte die nächste Diskussion: Eine Seniorenwohnanlage des Augustinums sollte – zunächst – bis hinunter zu Schwefelquelle und Fischteiche gebaut werden. Später wurde abgespeckt. Auch hier wurde lange und emotional diskutiert, mehrfach wurden Pläne geändert, bis sich letztlich der Rat gegen das Vorhaben aussprach.

Die letzte Debatte lief Ende der neunziger Jahre. Das Evangelische Altersheim wollte 1997 einen Erweiterungsbau seines Heims an der Lulu-von-Strauß-und-Torney-Straße auf der anderen Straßenseite errichten. Zunächst waren die im Rat vertretenen Parteien für das Vorhaben. Anfang 1998 schwenkte die SPD auch aus Umweltschutzgründen um und brachte andere Standorte ins Gespräch wie etwa die Orangerie an der Georgstraße. Bei der öffentlichen Auslegung zur nötigen Änderung des Flächennutzungsplans gab es rund 800 Einwände besorgter Bürger. Zwischenzeitlich war eine Bürgerinitiative gegründet worden, um das Vorhaben zu verhindern.

Am 28. Mai 1998 kam es zur großen Abstimmung im Rat über den Flächennutzungsplan. Er votierte mit 20 Stimmen der Mehrheitsgruppe von SPD, FDP und WGB sowie der Fraktion der Grünen gegen den Flächennutzungsplan. Die CDU stimmte mit elf Stimmen für die Änderung. Der damalige SPD-Fraktionschef Reinhard Fricke: „Wir wollen das einmalige Hofwiesen-Gelände nicht antasten.“

Wenige Jahre später wurden die Hofwiesen vom Landkreis als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, die Fischteiche sogar als Naturschutzgebiet. Heute sind die Wiesen und Äcker entlang der Lulu-von-Strauß-und-Torneystraße mit einer Ausgleichsmaßnahme für den Bau des Herminenhofs im Palaisgarten belegt: Weil dort nach dem Bau Natur vernichtet und Fläche versiegelt wurde, musste an andere Stelle ein Ausgleich geschaffen werden – eben in den Hofwiesen. Wenn dort also tatsächlich gebaut werden würde, wäre also ein doppelter Ausgleich nötig. rc

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