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Gottesdienste - dieses Mal anders

Zwischen Flüchtlingskrise und Frühlingsgefühlen Gottesdienste - dieses Mal anders

Wie überall in Deutschland haben die Flüchtlingskrise und die Bedrohung durch den Terrorismus auch in Bückeburg am Heiligen Abend Eingang in die Gottesdienste gefunden – und das alles bei frühlingshaften Temperaturen weit diesseits von „Schneeflöckchen, Weißröckchen“.

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Ein Augenblick, der die Menschen in diesem Jahr ganz besonders ergreift: Pfadfinder Benedikt Lüders trägt das Friedenslicht in die Stadtkirche. Die Aktion soll ein Zeichen der Gastfreundschaft für Menschen auf der Flucht setzen.

Quelle: mig

Bückeburg. Weihnachten 2015 sei anders als die meisten Jahre zuvor, meinte Oberprediger Wieland Kastning während der Christvesper in der Jetenburger Kirche. Zwar herrsche in Deutschland seit 70 Jahren Friede, doch die Kriege vor den Toren Europas seien als Flüchtlingskrise und Terroranschläge vor der eigenen Haustür angekommen. „Dieses Jahr spüren wir: Unser Leben in Frieden, Recht und Freiheit ist zerbrechlich. Vielen macht das Angst – und sie machen wiederum anderen Angst.“ Darum sei es umso wichtiger, an Weihnachten Ruhe und Gelassenheit, Kraft für gute Gedanken und gute Taten zu finden.

 Menschen wünschten sich Zeichen, um das Leben zu verstehen, insbesondere nach den Anschlägen von Paris, meinte Landesbischof Karl-Hinrich Manzke in seiner Weihnachtspredigt während der Christvesper in der Stadtkirche. In einer Gesellschaft, in der nur die Stärken wie Gesundheit, Gepflegtheit und Schönheit herausgestellt werden, seien Niederlagen im Beruf, Enttäuschungen in der Familie schwer vermittelbar, so Manzke. „Wir stehen unter Siegzwängen.“ Wer jedoch im Krankenhaus, im Hospiz, in der Pädagogik oder als Seelsorger arbeite, müsse sich viel häufiger mit Niederlagen auseinandersetzen. Es berühre ihn tief, so Manzke, wie viele Menschen in Schaumburg Zeit und Kraft aufwendeten, um Flüchtlinge aufzunehmen und zu integrieren.

 Pfarrer Bogdan Dabrowski, der Bückeburg im Februar 2016 verlässt, rief in seiner letzten Weihnachtspredigt in der katholischen Kirche St. Marien dazu auf, sich nicht in den virtuellen Welten des Internets und der sozialen Netzwerke zu verlieren. Das Bethlehem der Weihnachtsgeschichte sei keine Scheinwelt, die Geburt Jesu habe in der ganz realen Welt des Römischen Reiches stattgefunden. Wenn heute in Deutschland Flüchtlingen aus den Krisengebieten der Welt geholfen werde, so trage das zu dem Frieden bei, von dem die Engel in Bethlehem sprachen.

 In viele Gottesdienste wurde am Heiligen Abend von den Pfadfindern das Friedenslicht aus Bethlehem getragen, so auch in den großen Krippenspiel-Gottesdienst mit Pastor Jan-Uwe Zapke in der Stadtkirche und während der Christvesper mit Landesbischof Manzke. Die Friedenslicht-Aktion hat das Motto „Hoffnung schenken – Frieden finden“ und soll ein Zeichen der Gastfreundschaft für Menschen auf der Flucht setzen.  jp

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