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Grammy-Nominierung gefeiert

Timo Maas in den Kronenwerken am Mischpult Grammy-Nominierung gefeiert

In den Bückeburger Kronenwerken hat Timo Maas seine Grammy-Nominierung gefeiert – und viele machten mit. Mehrere Hundert Fans konnten den Altmeister des tieflastigen Techno-Sounds dank des Labels „Trampolin Musik“ Sonnabendnacht live erleben.

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Timo Maas im Gespräch mit dem ZDF, das in Bückeburg einen Bericht über die Party und ihn drehte.

Quelle: mig

BÜCKEBURG. . Mit Timo Maas ist ein gebürtiger Bückeburger für den Grammy nominiert worden. Und zwar mit dem Remix des McCartney-Songs „Nineteen Hundred and Eighty Five“. Weitere Nominierung in dieser Kategorie sind Stars wie Adele, Justin Bieber, Rihanna oder Kanye West. Die Originalspur des Songs hat Maas eher zufällig vor sechs Jahren erhalten. Lange Zeit ruhten die ersten Versuche im Computer, bis vor einem Jahr der kanadische Discjockey James Teej bei Maas übernachtete. Als Maas Teej das Lied vorspielte und ihn fragte, ob er eine Idee für einen Remix habe, ging plötzlich alles ganz schnell. Nur wenige Tage später hatten die beiden das Lied in die Gegenwart geholt.
Die Nachricht von der Grammy-Nominierung traf Maas reichlich überraschend. Er sei zwar noch relativ entspannt, „aber wenn ich dann in Los Angeles bin, wird die Pumpe sicher schneller gehen“, so Maas. Es sei jedenfalls eine große Ehre, für den Grammy nominiert zu sein, gerechnet habe er damit nicht. Überhaupt hat Maas immer noch viel Freude an seinem Beruf.
Vor vielen Jahren habe er sich entscheiden müssen, ob er einen bürgerlichen Beruf einschlägt oder weiter auflegt – diese Entscheidung habe er nie bereut.
Die Arbeit als DJ und die Musik seien für ihn Möglichkeiten, „sich auszudrücken“, sagt Maas. Dass er jetzt seine Nominierung in der Heimat feiern konnte, freut den früheren Bückeburger besonders. Hier habe alles angefangen, hier sei er über die Dörfer getourt, erinnert er sich. „Hier kennt jeder jeden, das führt auch dazu, dass man auf dem Teppich bleibt.“
Besonders freut sich Maas übrigens darauf, dass er „heute Nacht in meinem eignen Bett schlafen kann.“ Bis heute tourt die Techno-Ikone um die halbe Welt und legt in zahlreichen Hauptstädten auf. Aber: Manchmal, wenn er mit jüngeren DJs spreche, merke er schon, dass er einer anderen Generation angehöre, sagt der 47-Jährige nachdenklich. Er habe schon Anfang der achtziger Jahre erste Erfahrungen als DJ gemacht, später nahm er eigene Techno-Platten auf. Was ihm besonders wichtig ist? Dass er gute Arbeit abliefert. „Feiern kann man später“, sagt Maas. So wolle er es auch in den Kronenwerken halten.
Nach „Lesemann“ und „Incendie“ im Vorprogramm ist es dann soweit. Der Altmeister schreitet zum DJ-Pult. Überall Knöpfe und Regler, die Maas augenscheinlich im Schlaf beherrscht. Um ihn herum wabert dichter Nebel. Die Boxen knistern, erzittern. Maas dreht auf. Ein fetter Bass, dazu ein zirkuläres Sirren. Der Bass rutscht noch eine Stufe tiefer und wird dann schneller – „Aaaah“ ruft die Menge. Arme zappeln in der Luft, der Atem geht schneller. Maas, der unbestrittene Meister des Dancefloors, hat das Partyvolk fest im Griff.
„Er ist einfach der Beste“, kreischt Kira Zerbst, die die Füße kaum stillhalten kann. Seit Jahren ist die Hannoveranerin ein Maas-Fan: „Er ist einfach eine Ausnahmeerscheinung. So was haben wir in Deutschland nicht noch mal.“ Dass Maas für den Grammy nominiert ist, findet sie „großartig“. Das habe er auf jedem Fall verdient, er habe ein Händchen für Remixe.
Dann stürzt sich Kira wieder ins Gewühl. Weiter geht’s – mindestens noch bis vier Uhr, wahrscheinlich länger, ist Kira sich sicher. „Es ist schon ziemlich kalt hier – aber man kann sich ja warm tanzen.“ mig

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