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Gravierende Veränderungen stehen an

Umbruch für das MPS Gravierende Veränderungen stehen an

Die Nachricht hat sich wie ein Lauffeuer über das Internet und die sozialen Netzwerke verbreitet: Eine – so wörtlich – „sehr wichtige Botschaft bezüglich der Zukunft des MPS“ werde Gisbert Hiller, Gründer und Veranstalter des Mittelalterlich Phantasie Spectaculums, in Kürze auf seiner Facebookseite bekannt geben.

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Den Ruhestand im Visier: Gisbert Hiller ist seit 1994 Chef des Mittelalterlich Phantasie Spectaculums.

Quelle: JP

BÜCKEBURG. Die Überschrift klingt zugegebenermaßen dramatisch: „Abschied vom MPS!“ Das rief Bestürzung unter den Mittelalterfans in Bückeburg hervor: Steht ein Ende des größten reisenden Mittelalter-Kultur-Festivals unmittelbar bevor?

Ganz so niederschmetternd fiel das, was Hiller den MPS-Fans tatsächlich zu verkünden hatte, dann aber nicht aus. Nichtsdestotrotz steht dem 1994 gegründeten und seit 1996 auch in Bückeburg veranstalteten Spectaculum der größte Umbruch seiner Geschichte ins Haus. Konkret plant Hiller, sich nicht nur persönlich in den kommenden Jahren Schritt für Schritt in den Ruhestand zu verabschieden, sondern auch, die Veranstaltungsreihe als Ganzes aus den meisten Standorten zurückzuziehen. Und das nicht etwa aus wirtschaftlichen, sondern aus ganz persönlichen Gründen: Denn dass der 58-jährige MPS-Gründer seit drei Jahren mit gravierenden gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat, daraus machte er nie ein Geheimnis.

Ab 2019 kein MPS mehr in Remeringhausen

Nur noch zwei Jahre lang wird das Spectaculum demnach in dem Umfang stattfinden wie bisher, also an jährlich 25 Wochenenden in 23 Städten. 2019 werde es hingegen nur noch maximal zehn Termine unter Hillers Regie geben, angefangen von Rastede am Himmelfahrtswochenende bis zu Hamburg-Öjendorf Ende August. Bückeburg wird 2019 von der Streichliste noch nicht betroffen sein, ganz sicher aber das bei Stadthagen liegende Remeringhausen.

Bis 2024 will sich Hiller mit dem MPS in dann nur noch drei Städte zurückziehen. An den meisten der übrigen Spielorte werde es nach dem Abzug des Spectaculums eine mittelalterliche Folgeveranstaltung geben, kündigte Hiller an, unter neuem Namen, neuer Führung und mit deutlich anderem Charakter. In seine Fußstapfen treten wird dabei Dirk Melchior, heute Leiter des Aufbauteams beim MPS und zugleich Chef der DiTo-Event GmbH aus Dierdorf, die auch für den von Hiller veranstalteten MPS-Weihnachtsmarkt in Düsseldorf mitverantwortlich zeichnet.

"Nur noch da, wo man mich wirklich will"

Die Weichenstellung, wann und in welchem Umfang diese Veränderungen auch Bückeburg treffen, erfolge erst in den kommenden Jahren, betonte der MPS-Chef auf Nachfrage dieser Zeitung. Fraglos besitze Bückeburg als zweitstärkster Standort der gesamten Veranstaltungsreihe einen enorm hohen Stellenwert. Doch wolle er sich bei seiner Entscheidung für das finale Standort-Trio bei Weitem nicht nur von rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten leiten lassen, sondern auch von der Akzeptanz bei der jeweiligen heimischen Bevölkerung und vor allem davon, wie stark behördliche Auflagen und Reglementierungen ausfielen. „Wenn ich irgendwann nur noch drei Veranstaltungen im Jahr mache, werde ich mich danach orientieren, wo man mir seitens der Behörden Knüppel zwischen die Beine wirft und wo nicht“, so Hiller. „Dann spiele ich nur noch da, wo man mich auch wirklich will.“ jp

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