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Größte Sonnenblume der Nordstadt

Bei Kurt und Ilona Sander Größte Sonnenblume der Nordstadt

Aus Sonnenblumen lässt sich gutes Speiseöl herstellen und aus den Kernen dazu eine fettreiche Vogelnahrung. Vor 39 Jahren haben etliche Bürger der Bückeburger Nordstadt noch einen weiteren Grund gefunden, warum man dieser Pflanze besondere Aufmerksamkeit schenken soll: Sie wollten einen Sonnenkönig küren, genauer gesagt: einen Sonnenblumenkönig.

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Im Garten von Kurt und Ilona Sander steht die größte Sonnenblume. Sie misst genau drei Meter. Das Ehepaar (links) siegte damit zum dritten Mal bei dem Wettbewerb in der Nordstadt.

Quelle: sig

Bückeburg (sig). Was musste dieser leisten, um diesen Titel zu bekommen? In seinem Garten oder an anderer Stelle seines Grundstücks sollte er Sonnenblumen so hegen, dass sie eine ungewöhnliche Größe erreichen. Einmal im Jahr geht es dann von Haus zu Haus und von Straße zu Straße, um mithilfe einer Messlatte festzustellen, wer den Sieg davonträgt.

 Traditionell haben sich an diesem Wettbewerb Anlieger folgender Straße beteiligt: Auf der Widdserburg, Alter Weg, Kirchbreite, Kirchbrink und Vogelsang. Mit rund 50 Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern zog der Messtrupp durch diesen Teil der Nordstadt. Wo man sie begrüßte, gab es Getränke und Snacks. Das Angebot reichte von heißen Wiener Würstchen über Frikadellen, Käse- und Weintraubenspieße, Baguettes mit Kräuterbutter bis zu hart gekochten Eiern. Auch das Getränkeangebot war reichlich. Es gab sogar selbst gemachten Quittenlikör.

 Das Ausmessen der Sonnenblumen war im Grunde überall ein kurzes Intermezzo, der sich anschließende nachbarschaftliche Plausch dauerte dafür stets deutlich länger. Dazu nahm man auch gern auf einer der zahlreich bereitgestellten Sitzgarnituren Platz oder im komfortablen Gartenhaus. Als die Messlatte an die letzte Blume gelegt wurde, war Mitternacht längst vorbei.

 Nach der Auswertung der Messergebnisse traf man sich in der milden Sommernacht noch einmal beim diesjährigen Siegerpaar des Wettbewerbs, um die vorbereitete Scheibe am Haus anzubringen. Diesmal traf es Kurt und Ilona Sander, die im Kirchbrink wohnen und bereits zweimal als Sieger gekrönt worden sind. Ihre Sonnenblume erreichte drei Meter und lag damit knapp vor der Konkurrenz.

 Man müsse fleißig gießen und auch für guten Pflanzendünger sorgen, damit sie eine wettbewerbsfähige Größe bekommen, war immer wieder zu hören. In diesem Jahr haben Nacktschnecken und stürmische Wetterkapriolen den Sonnenblumen zugesetzt. „Sonst hätten wir ganz andere Höhen erreicht“, meinte Rüdiger Homeier. Er kann sich erinnern, dass ein Prachtexemplar mal über sechs Meter gemessen hat. Das reicht aber nicht für den Weltrekord; dieser liegt derzeit bei 8,03 Metern.

 Während eines Sommerfestes im Kirchbrink wurden die Besitzer der drei größten Sonnenblumen mit flüssigen Präsenten und mit Beifall bedacht. Insgesamt waren 27 Messungen vorgenommen worden. Den zweiten Platz belegte in diesem Jahr die Familie Pohl mit ihrer 2,96 Meter hohen Sonnenblume, den dritten Rang schaffte die Familie Schmidt mit ihrem 2,93 Meter messenden Exemplar. Beide wohnen Auf der Widdserburg. Die kleinste Sonnenblume kam nur auf 19 Zentimeter. Aber auch hier gilt das olympische Prinzip: „Dabei sein ist alles“.

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