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Bückeburg Stadt Groß denken, neu denken, mutig denken
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00:17 17.06.2017
Lukas Vollhardt (zweiter von links) will neue Wege gehen. Quelle: mig
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Bückeburg

Neu denken – ins Gespräch kommen: Das sind die Stichworte, die bei einem Gespräch mit Vollhardt hängen bleiben. Was das genau heißt, zeigt der Einführungs-Gottesdienst in der Jetenburger Kirche. Mehr als 100 Jugendliche haben sich an diesem Tag eingefunden, um den „Neuen“ kennenzulernen und ihm auf den Zahn zu fühlen. Nachher bestätigen einige, dass Lukas einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat. Das gilt auch für den – gemeinsam mit Pastor Gräber gestalteten – Gottesdienst, der bei den Jugendlichen sehr gut ankam. Und der exemplarisch zeigte, wie Lukas sich seinen Dienst als Jugenddiakon für Kirchengemeinden im Bezirk West (also: Frille, Seggebruch, Petzen, Bad Eilsen/Steinbergen, Bückeburg und Meinsen) vorstellt.

Ungewöhnlich war schon der Einstieg in die Veranstaltung. Die Besucher sollten Punkte verteilen – und so die Frage beantworten: „Wie voll ist dein Akku?“ Noch ungewöhnlicher waren die lauten Technoklänge, die später durch das Kirchenschiff hallten. Einige ältere Besucher sahen sich unsicher an – darf man das? Die Jugendlichen sahen das ganz pragmatisch: Klar darf man, warum denn nicht? Nach einigen Sekunden war alles auf den Beinen und zappelte mit den Armen: Pastoren, Senioren und Jugend.

Anerkennungsjahr in Sülbeck

Zum Schluss nutzte Vollhardt die Gelegenheit, sich kurz vorzustellen. Er stammt aus Baden-Württemberg und hat in Sülbeck sein Anerkennungsjahr gemacht. „Er kommt zwar aus dem Land der Spätzle und Herrgottsbescheisserle, ist aber inzwischen in Schaumburg zuhause und hat eine Schaumburgerin geheiratet“, sekundierte Pastor Gräber.

In einem kurzen Gespräch mit dieser Zeitung konkretisierte der 28-Jährige seine Vorstellungen. Sein Ziel sei eine „christuszentrierte und jugendorientierte Jugendarbeit“, sagte Vollhardt, die Arbeit sei ihm „ein Herzensanliegen“.

„Ich möchte für die Jugendlichen da sein, bei ihren Fragen und Nöten. Und ich möchte dahin gehen, wo sie sich aufhalten, an den Bushaltestellen, in Kinos, im McDonald oder an die Schulen.“ Erst dann könne es gelingen, mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, mit ihnen über Lebens- und Glaubensfragen zu sprechen und ein offenes Ohr für Probleme zu haben.

Jugendliche ernst nehmen

Vollhardt wünscht sich „für die Jugendlichen da zu sein und ihnen das bedingungslose und unglaubliche ,du bist geliebt Gottes‘ zuzusprechen“. Wichtig ist dem Wahl-Schaumburger vor allem die Jugendarbeit auf neue zu Beine stellen und mutig zu sein. „Ich möchte eine aufsuchende Gemeindearbeit praktizieren und das ernst nehmen, was die Jugendlichen wollen.“

Für die Zukunft hat der neue Jugenddiakon schon einige spannende Projekte im Köcher. Darunter beispielsweise die sogenannte „Talkbox“ – ein Kleinbus, der quer durch die Gemeinden fahren soll. Als Jugenddiakon könne er nicht darauf warten, bis die Jugendlichen zu ihm kommen.

„Ich wünsche mir ganz viele Ideen und Beteiligung“, sagt Vollhardt. „Ich will den Jugendlichen eine Plattform bieten.“ mig

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