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Große Spielfreude

Halcyon Days Große Spielfreude

Man könnte sie musikalische Grenzgänger nennen – oder: ein Jazz-Trio, das klanglich neue Wege geht. Nach ihrem Konzert im Staatsarchiv steht jedenfalls eines fest: Die Band „Halcyon Days“ gehört zum Spannendsten, was Bückeburg reichhaltige Kultur-Szene derzeit zu bieten hat.

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„Halcyon Days“ alias Christopher Bolte, Johannes Ludwig und Felix Grimpe.

Quelle: mig

Bückeburg. Eine junge Band ist wie ein kleines Kind. Sie sucht nach Orientierung, nach Vorbildern, nach einer eigenen Sprache. Bands, die in diesem Stadium schon wissen, wohin es hingehen soll, sind eher selten. Und genau das macht die Entwicklung von „Halcyon Days“ umso erstaunlicher.

Vor rund dreieinhalb Jahren hat sich das Trio gegründet, damals noch im Umfeld des Adolfinums. Seither haben die drei Musiker ihre Klangsprache weiter entwickelt und verfeinert, ohne aber die grundlegende Richtung zu ändern. Man hat den Eindruck: Da wissen drei ganz genau, wo sie hinwollen. Ein Eindruck, den das vom Kulturverein ausgerichtete Konzert noch verstärkt. Felix Grimpe (Piano), Christopher Bolte (Bass) und Johannes Ludwig (Drums) haben einen Sound entwickelt, der originär ist und sehr homogen wirkt.

Einflüsse mag es geben, es ist aber vor allem das Eigene, das diese Band vor anderen auszeichnet. Kurzum: Ihre besondere Mischung aus Klassik, Rock und Jazz hat man so bisher selten gehört. Entsprechend breit gefächert ist das Programm, das an diesem Abend gespielt wird.

Da sind kammermusikalisch gefärbte, elegische Balladen, die fast schwerelos daherkommen. Aber auch: vorwärtstreibende, rocklastige Stücke, die richtig Dampf machen. Etwa „Out of Time“, das richtig nach vorne geht. Oder „Breakwater“, das vor allem von den Drums bestimmt ist. Wie eine Welle schwillt der Sound an, nur um sich wieder zurückzuziehen – vom Schlagzeug grundiert mit einem mittelalterlich angehauchten Pauken-Sound.

Den Schlusspunkt setzt „Red Taxi“, das in seinen endlosen Wiederholungen von der „minimal music“ inspiriert klingt. Wie eine Schleife dreht sich das „Taxi“ in der Stadt, getrieben von einem Bass, der Synkope auf Synkope setzt. Grandios!

Fazit: Eingängige Melodien und rhythmische Finesse treffen auf mitreißende Soli und große Spielfreude. mig

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