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Großes Abenteuer für kleines Budget

Bückeburger bei der „Allgäu-Orient-Rallye“ Großes Abenteuer für kleines Budget

Als „Eines der letzten automobilen Abenteuer dieser Welt“ bezeichnet der Verein Allgäu-Orient-Rallye International die von ihm in diesem Jahr zum zehnten Mal ausgerichtete „Allgäu-Orient-Rallye“, die wieder vom bayrischen Oberstaufen aus über Landstraßen bis in die Hauptstadt Jordaniens, Amman, führen wird.

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Die Mitglieder von „Millers Racing Team“ freuen sich auf die bevorstehende Rallye.

Quelle: pr.

Bückeburg. Konzipiert sei die Tour als „‚Low Budget Rallye‘ für Leute, die das kalkulierbare Abenteuer und eine bezahlbare Alternative zu den für den Normalbürger oft unbezahlbaren anderen Rallyes suchen“, und „für Menschen, die ein wenig positiv verrückt sind“. So jedenfalls kann man es auf der Homepage des gemeinnützigen Vereins lesen.

 Das versprochene Abenteuer ist jedoch nur ein Aspekt der „Allgäu-Orient-Rallyes“. Denn damit verknüpft hat der ausrichtende Verein auch einen karitativen Zweck: Die von den Teilnehmern verwendeten Fahrzeuge, die allesamt mindestens 20 Jahre alt sein müssen respektive nicht mehr als 1111 Euro wert sein dürfen, verbleiben nach der Zieleinfahrt in Jordanien und werden dort unter behördlicher Aufsicht als Ersatzteile verkauft, wobei der Erlös sozialen Zwecken zugute kommt, berichten die beiden Bückeburger Dario Erhardt (26) und Kimberly Kirchhoff (22), die in diesem Jahr mit von der Partie sein werden. Derzeit sind sie zwar noch auf der Suche nach einem passenden Fahrzeug, idealerweise einem alten 850er Volvo-Kombi, haben aber angesichts des großen Angebotes an gebrauchten Autos keinen Zweifel, rechtzeitig bis zum Start der Rallye am 9. Mai fündig zu werden. Hauptsache das Gefährt ist verkehrssicher und soweit langstreckentauglich, dass es die rund 4500 Kilometer von Oberstaufen bis nach Amman (Zieleinfahrt bis zum 30. Mai) hält.

 Apropos: Während die bei der Rallye zu fahrende Strecke früher immer durch die Türkei und Syrien verlief, wird Syrien wegen des dort herrschenden Krieges aus Sicherheitsgründen weit umfahren, wobei die Ausweichroute über Israel führt, ergänzt Semjon Schmoller. Der in Hille lebende Rettungsassistent zählt ebenfalls zum sechsköpfigen „Millers Racing Team“ (drei Autos mit je zwei Insassen), dem auch Erhardt und Kirchhoff angehören. Dem Rallye-Reglement nach fahre man in Jordanien zudem in einem Konvoi, der von einem Sicherheitsdienst begleitet wird, damit auch dort nichts passiert, ergänzt der 23-Jährige. Bis zur jordanischen Grenze orientiere sich dagegen jedes Team anhand von selbst ausgearbeiteten Routenplänen, denen allerdings ein grob ausgearbeitetes „Roadbook“ des Veranstalters sowie vorgegebene Etappenziele zugrunde liegen. Übernachtet wird auf der mehrwöchigen Tour in der Regel im Auto oder Zelt, wobei im Schnitt 11,11 Euro pro Person und Tag für eine Übernachtung ausgegeben werden dürfen.

 Insgesamt haben sich, so Schmoller, 111 Teams zu dem Abenteuer angemeldet, an dem auch ein Dutzend „VIP-Teams“ teilnimmt. „Das Ganze läuft letztlich auch als karitative Aktion“, sagt Schmoller. Zudem nehme jedes Rallye-Team gespendete Hilfsgüter aus Deutschland mit auf die Reise, die dann an bedürftige Menschen in Jordanien verteilt werden. Gebrauchte Hörgeräte und Rollstühle, aber auch Kinderbekleidung und Spielsachen sind in den vergangenen Jahren bereits auf diese Weise ins Land gelangt.

 „Unabhängig davon suchen wir aber auch noch Sponsoren, die uns unterstützen“, sagt Erhardt. Benötigt würden etwa Sachspenden in Form von Ersatzteilen und -reifen für die Fahrzeuge, Pannenwerkzeug und Camping-Ausrüstungen. Erhardt ist unter Telefon (0160) 6350069 zu erreichen.

 Das Team, das als Erstes die Ziellinie überquert, bekommt vom Kronprinzen des jordanischen Königshauses ein echtes Kamel als Gewinn übergeben, verrät Schmoller. Bislang allerdings seien die jeweiligen Tiere von den Preisträgern stets vor Ort an arme Einheimische weitergereicht worden, um auch auf diese Weise den sozialen Gedanken der Rallye zu unterstreichen.

 Als gefährlich stufen die sechs ihr bevorstehendes Abenteuer angesichts der Sicherheitsmaßnahmen jedenfalls nicht ein. Und überhaupt: „Die Gastfreundschaft der Menschen dort ist um einiges besser, als man es sich hier vorstellt“, erklärt Dennis Hunting. „Ich mache mir da auch keine großen Sorgen“, pflichtet Kirchhoff bei. Denn bei früheren Ausgaben der „Allgäu-Orient-Rallye“ seien ja ebenfalls schon Frauen – „sogar reine Frauen-Teams“ – mitgefahren, ohne dass etwas passiert ist.

wk

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