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Bückeburg Stadt Großraumtarif bis nach Minden ausweiten
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Großraumtarif bis nach Minden ausweiten
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18:51 20.07.2011
Dieter Bals (links) informierte die CDU-Kreispolitiker über das „neue“ Hubschraubermuseum. © kk

Bückeburg (kk). „Mit dem Zug und mit dem Fahrrad“, meint die CDU-Kreistagsfraktion. Bei einem Informationsbesuch im Hubschraubermuseum stellte jetzt Vorsitzender Gunter Feuerbach Überlegungen vor, den Großraumtarif Hannover der S-Bahn bis nach Minden auszudehnen.

Für „normale“ Fahrgäste endet der Großraum Hannover derzeit auf der Schiene in Haste. Für Pendler gibt es mit dem Schaumburg-Tarif bereits günstige Angebote darüber hinaus, demnächst könnten alle Nutzer der S-Bahn in den Genuss preiswerterer Fahrkarten kommen. „Die Weichen werden gerade gestellt, die Zeichen stehen günstig,“ verweist Feuerbach auf Kontakte des Landkreises nach Hannover.

Der Großraum habe Interesse an der Ausweitung seiner Tarifstruktur gezeigt, auch aus dem Landkreis Minden-Lübbecke kämen positive Signale. Zurzeit würden in einem Gutachten die Kosten der Maßnahme ermittelt.
Der Fraktionsvorsitzende machte deutlich, dass das neue Tarifgefüge nicht für umsonst zu haben sei.

Bei den Kosten sieht er zunächst den Landkreis Schaumburg in der Pflicht. Allerdings müsse darüber hinaus die Tourismuswerbung ausgeweitet werden – und da seien dann auch die Kommunen, allen voran Bückeburg und Stadthagen, gefragt. Feuerbach: „Das ist natürlich nicht für 5000 Euro zu haben.“

Der Aufwand lohne sich aber in jedem Fall: Experten gingen von zwei Millionen potenziellen Gästen aus, die erreicht werden könnten. Friedel Pörtner ergänzte, dass es auch jenseits der Landesgrenze Überlegungen gebe, bestehende Tarifstrukturen zu verbessern. Dort soll der Tarif des Großraumes Bielefeld bis nach Minden ausgeweitet werden.

Die Attraktivität der Schienenverbindung könnte nach Ansicht der CDU durch Leihfahrräder an den Bahnhöfen gesteigert werden. Der Clou: Die Räder könnten dann beispielsweise in Stadthagen angemietet und in Bückeburg wieder zurückgegeben werden. Der Fahrradtourismus boome derzeit und Schaumburg sei ein ideales Revier für Entdecker auf dem Fahrrad.

Mit seinen Attraktionen wie dem Schloss und dem Hubschraubermuseum kommt Bückeburg in diesem Konzept eine wichtige Funktion als „Ankerpunkt“ zu. Wie berichtet hat man das auch schon im Schloss erkannt. Im Rahmen des neuen Vermarktungskonzeptes wurde eine enge Zusammenarbeit mit der S-Bahn Hannover vereinbart.

Im Hubschraubermuseum wollten sich die Kreispolitiker ein Bild vom Erweiterungsbau und von der Neugestaltung der Ausstellung machen. Schließlich wurde das Projekt in erheblichem Umfang vom Landkreis gefördert. Von Anfang an habe sich die CDU für diese Maßnahmen eingesetzt, erinnerte Feuerbach.

Museums-Geschäftsführer Dieter Bals führte die Gäste durch die umgestaltete Ausstellung von der „Voliere“ für Hubschrauber bis zum „entrümpelten“ Altbau. Unter dem Strich zog Bals eine sehr positive Bilanz der Maßnahmen.

Im Detail gebe es zwar noch unterschiedliche Auffassungen zwischen den Praktikern vor Ort und den konzipierenden Museumspädagogen und Künstlern, doch insgesamt zahle sich die Maßnahme jetzt schon aus. So sei die Zahl der Besucher im Vergleich zum Vorjahr bereits deutlich angestiegen.

Für eine abschließende Bilanz sei es jetzt zwar noch zu früh, der Trend stimme jedoch optimistisch.