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Grünkohlessen im Bückeburger Rathaussaal

Frauen mischen mit Grünkohlessen im Bückeburger Rathaussaal

„Grünkohlessen is coming home“: Nicht in der Remise, sondern im traditionellen Rathaussaal hat in diesem Jahr das Grünkohlessen des Bürgerbataillons Bückeburg stattgefunden. Die rund 400 Teilnehmer waren rundum zufrieden. „Hier gehören wir hin, hier wollen wir bleiben“, war an diesem Abend häufig zu hören.

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Charmante Farbtupfer: acht Damen aus Zuidplas zu Gast beim traditionellen Herrenabend.

Quelle: mig

Bückeburg. Als um Punkt 20.15 Uhr die erste Schale in den Saal getragen wird, ist die Stimmung auf dem Höhepunkt. Auf diesen Augenblick haben sich die 400 Teilnehmer den ganzen Tag gefreut – manch einer hat sogar darauf „hingefastet“. König Grünkohl regiert – und alle kommen: Bürgerschützenkönig Georg Zwirkowski genauso wie Alexander zu Schaumburg Lippe, Bürgermeister Reiner Brombach und Landrat Jörg Farr. Denn: „Es ist guter Brauch geworden, dass das neue Jahr in Bückeburg erst dann richtig losgeht, wenn der Grünkohl auf den Tisch kommt“, brachte es Stadtmajor Martin Brandt in seiner Begrüßung auf den Punkt.

 Auf die große Verbundenheit mit der Tradition wies Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe hin. Der Saal sei bis auf den letzten Platz gefüllt – für ihn sei das ein Indiz, dass Bückeburg eng mit der Tradition verbunden sei. Die 21-köpfige Delegation aus der Partnerstadt Zuidplas grüßte Alexander mit den Worten „A very warm welcome to you.“

 Etwas Abwechslung ins Dunkel der Anzüge brachte Joke Vroegop, Beigeordnete im Stadtrat von Zuidplas. Ihr sei es sehr wohl bewusst, dass sie die erste niederländische Frau sei, die eine Rede beim Bückeburger Grünkohlessen halte, sagte Vroegop. Das sei zuvor wohl nur der ehemaligen Bürgermeisterin Edeltraut Müller gestattet gewesen. Im gemeinsamen Gespräch und im Knüpfen neuer Kontakte sieht Vroegop ein gutes Modell für die Erfordernissse der aktuellen Flüchtlingskrise. „Einander als Menschen kennenzulernen ist die Basis unserer Städtepartnerschaft – das gilt auch für die aktuelle Situation.“ Keinen „Grünen“, dafür aber leckeren Genever („Boezemwater“) hatte die Beigeordnete als Gastgeschenk mitgebracht. „Alkohol ist das Schmieröl der Gesellschaft“ sagte Vroegop und überreichte das Geschenk an Bürgermeister Reiner Brombach und Stadtmajor Martin Brandt. Brombachs charmante Reaktion: „Die Holländer halten die besten Reden und haben die schönsten Frauen.“

 Apropos Frauen: Die waren diesmal beim Herrenabend dennoch vertreten. Einmal in Gestalt der Servicekräfte mit Frack und Zylinder. Und dann als Teil einer 21-köpfigen niederländischen Delegation aus Zuidplas. „Ich würde gerne mehr deutsche Frauen sehen“, meinte Luc Biemans, der seit 2002 regelmäßig beim Grünkohlessen dabei ist. In den Niederlanden gebe es keine Veranstaltung, „die so einen Männerüberschuss“ hätte. Für mehr Frauen wirbt auch Andreas Paul Schöniger, der im Zusammenhang mit der Delegation aus Holland vom „charmantesten Grünkohlessen aller Zeiten“ spricht.

 Insgesamt waren die Teilnehmer hochzufrieden mit der Veranstaltung. Enge an den Tischen? Kein Problem. Die Gäste rückten zusammen – und lauschten den Klängen der „Bückeburger Jäger“ unter der Leitung von Sven Schnee. Polka, Blasmusik und Schlager: ein richtig guter Mix von einer richtig guten Truppe. Die „Jäger“ machten viel Dampf und sorgten für eine angenehme „Geräusch“-Kulisse. mig

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