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Grundwasser oder Oberflächenwasser?

Volllaufende Keller Grundwasser oder Oberflächenwasser?

„Werden unsere Keller und Häuser bei Regen oder Überschwemmungen demnächst unter Wasser stehen, wenn die Wiese verfüllt ist? Diese Sorge hat rund 20 Anwohner der Florianstraße im Ortsteil Rusbend in die Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Donnerstagabend getrieben.

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Bückeburg (rc). Ob ihre Sorgen nach der halbstündigen Diskussion und Erörterung geringer geworden sind, bleibt fraglich. Denn ob die Wiese nach ihrer Verfüllung dafür sorgt, dass sich das Wasser an anderen Stellen des Bereichs sammelt oder dorthin fließt, darauf konnten weder Baubereichsleiter Jörg Klostermann noch die Politiker eine Antwort geben. Dafür wäre die Erstellung eines hydrologischen Gutachtens notwendig, vor dem aber aus Kostengründen zurückgescheut wird.

 Der Ausschuss fasste daher den Beschluss, dass das Gebiet im Auge gehalten und sofort gehandelt wird, sollte es tatsächlich zu Problemen mit volllaufenden Kellern kommen. „Wir haben alle Verständnis für die Menschen, die dort wohnen“, beruhigte der Ausschussvorsitzende Bernd Insinger (SPD) die Gemüter: „Wir geben ihnen mit auf den Weg, dass sie nicht alleine gelassen werden.“ Und er brachte das Problem mit folgender Aussage auf den Punkt: „Wenn es Oberflächenwasser ist, was sich regelmäßig auf der Wiese sammelt, gibt es Probleme. Wenn es Grundwasser ist, gibt es keine Probleme. Das Problem: Wir wissen es nicht.“

 Wie berichtet will ein Grundstückseigentümer eine rund 6500 Quadratmeter große Fläche verfüllen, die von zirka 1873 bis 1900 als Tongrube genutzt wurde. Rund 50 Zentimeter Boden und eine Mutterbodenschicht von 30 Zentimetern sollen mit Boden verfüllt werden, der größtenteils aus Baumaßnahmen aus dem Gewerbegebiet Päpinghausen auf Mindener Gebiet herangekarrt werden. Anschließend soll die Fläche eingesät und als Viehweide und Streuobstwiese genutzt werden. Wie Klostermann sagte, sei der Eigentümer vor einem halben Jahr an die Stadt herangetreten, dass er die Fläche wiederverfüllen wolle, was jetzt in Abstimmung mit den zuständigen Behörden erfolgt. Für die Verfüllung sei keine Genehmigung erforderlich. Die Fläche liege weder im Landschaftsschutzgebiet noch im Überschwemmungsgebiet.

 Zu den von den Anwohnern geäußerten Sorgen wegen einer zu hohen Verkehrsbelastung durch die Lastwagen sagte Klostermann, dass werktags höchstens fünf bis acht Fahrzeuge über die Florianstraße rollen würden. Eine zumutbare Belastung, die Straße sei breit genug und gut einsehbar, sodass zusätzliche Verkehrssicherungen nicht genehmigt würden.

 Der Sprecher der Anwohner, Christoph Struckmann, forderte die Stadt in seinem Statement auf, dafür Sorge zu tragen, dass Durchlässe und Gräben freigeräumt und gepflegt werden müssten. Das Wasser könne aus diesem Bereich nicht abfließen. Und: „Ich wohne seit über 50 Jahren dort, auf der Wiese ist immer Wasser.“

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