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Senioren-Union: Sicherer Bereich Gut versorgter und umsorgter Bereich

„Wir leben hier schon recht sicher“, hat das von Werner Steding während einer von der Senioren-Union organisierten Infoveranstaltung gezogene Fazit gelautet.

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Eike Höcker und Werner Steding referieren zum Thema „Kriminalität in Schaumburg – was beschäftigt die Gerichte?“.

Quelle: bus

Bückeburg. Bückeburg. „Wir wohnen hier in einem gut versorgten und umsorgten Bereich“, pflichtete ihm Eike Höcker bei. Der Leiter des örtlichen Polizeikommissariats und die Präsidentin des Landgerichts Bückeburg referierten zu folgendem Thema: „Kriminalität in Schaumburg – was beschäftigt die Gerichte?“

Steding zitierte aus der aktuellen Statistik, die für 2014 einen Anstieg der Straftaten gegenüber dem Vorjahr von 9290 auf 10419 ausweist. Die bemerkenswerte Steigerung war den Ausführungen des Kommissariatsleiters zufolge zu einem erheblichen Teil dem Geschehen im Umfeld des Bad Nenndorfer „Trauermarsches“ geschuldet.

In der Rubrik „Versammlungsgesetz“ hält die Statistik einen signifikanten Anstieg um 578 Delikte fest. Ebenfalls steigende Tendenzen verzeichnen die Bereiche Warenbetrug (plus 327), Schwerer Diebstahl (plus 103) und Ladendiebstahl (plus 90). Weniger Beschäftigung registrierten die Beamten auf den Feldern Sachbeschädigung (minus 117), Kfz-Aufbrüche (minus 58), Körperverletzung (minus 43) und Veruntreuungen (minus 35).

Stedings Fazit beruhte nicht zuletzt auf der Enzwicklung der Aufklärungsquote. „Durchgängig ansteigend und seit 2010 höher als im Landesdurchschnitt“, bilanzierte der Referent. Für 2014 liegt diese Quote bei 64,59 Prozent (2010: 62,94 Prozent). In der Gesamtschau der Straftaten nehmen Vermögensdelikte mit 24,16 Prozent die Top-Position ein. Auf den Plätzen folgen Einfacher Diebstahl (17,26 Prozent), Schwerer Diebstahl (14,29 Prozent), Rohheitsdelikte (11,16) und Sachbeschädigung (9,87). Kaum ins Gewicht fallen Straftaten gegen das Leben (0,02 Prozent) und Sexualdelikte (1,06 Prozent).

„Das sieht bei Gericht ganz anders aus“, erklärte Höcker mit Blick auf die Sexualdelikte. Dabei erreichten in der Rückschau auf die Verfahren von Großer Strafkammer/Schwurgericht der vergangenen fünf Jahre sexueller Missbrauch von Kindern (24 Prozent) und Sexualstraftaten (17 Prozent) beträchtlich höhere Werte. Raub und räuberische Erpressung schlugen mit 21, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz mit 14 und Tötungsdelikte mit neun Prozent zu Buche.

Die Landgerichts-Präsidentin machte hinsichtlich der Sexual- und Kindesmissbrauchsdelikte darauf aufmerksam, dass in diesem Bereich kein Zuwachs zu notieren sei. Es könne durchaus positiv bewertet werden, dass Opfer solcher Taten sich heute offenbarten. „Diese Fälle hat es früher auch gegeben, sie sind aber nie zur Anzeige gekommen, weil sich die Frauen oder Kinder, manchmal auch Männer, niemandem anvertraut haben. Das war über Jahrhunderte und Jahrtausende ein absolutes Tabuthema und gesellschaftlich geächtet.“ bus

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