Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
„Guter Seelenhirt“ für St. Marien

Gemeinde führt Pfarrer in ihre Ämter ein „Guter Seelenhirt“ für St. Marien

Begleitet von zahlreichen Grußadressen und Geschenken sind am Sonntag in der katholischen St.-Marien-Kirche in Bückeburg Pfarrer Stephan Uchtmann und Pastor Thomas Thannippara in ihre Ämter eingeführt worden.

Voriger Artikel
Trickbetrügerinnen auf Tour
Nächster Artikel
Im Kartenzimmer schlief wohl Kaiser Wilhelm

Joachim Wingert (v.r.), Thomas Thannippara und Stephan Uchtmann während des Einführungsgottesdienstes.

Quelle: bus

Bückeburg. Uchtmann übernahm zusätzlich zu den Aufgaben als Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Josef in Stadthagen die Verwaltung der Pfarrgemeinde St. Marien in der Ex-Residenz mit den Kirchorten St. Josef, Obernkirchen und St. Katharina im Auetal. Thannippara wurde zum Pfarrvikar in den Pfarrgemeinden St. Marien (Bückeburg) und St. Josef (Stadthagen) ernannt und wird die seelsorgerischen Aufgaben übernehmen.

Dechant Joachim Wingert aus Hameln bezeichnete den überpfarrlichen Dienst während des sehr gut besuchten Einführungsgottesdienstes als „neuen Abschnitt in der Gemeindegeschichte“. Uchtmann hatte im jüngsten Pfarrgemeindebrief von St. Marien festgestellt, dass nicht nur auf die Gemeinden viel Neues zukomme, sondern auch auf die Hauptberuflichen und die Priester. Denn für dieses neue Modell der Seelsorge könne man noch nicht auf allzu viele Erfahrungen zurückgreifen. Daher seien die Hilfe und das Engagement vieler Ehrenamtlicher wichtiger denn je, damit die Kirche und die Gemeinden sich vor Ort lebendig zeigten. Die Chance liege für alle darin, sich für das einzusetzen, was wirklich wichtig sei.

Kirche leben, gestalten, erneuern und in die Zukunft führen

„Vielleicht muss auch die Einsicht wachsen, dass sich kirchliches Leben verändert hat und weiter verändern wird“, sagte Uchtmann während des Einführungsgottesdienstes. Zudem solle auf das Lamentieren à la „Früher war alles besser“ verzichtet werden. „Denn ich glaube, dass es nicht so war.“ Wohl sei es anders gewesen. Die Gläubigen dürften sich den barmherzigen Armen Gottes anvertrauen, der nichts und niemanden zurückweise. Und: „Auch unsere bescheidenen Arme sind geöffnet und wollen Sie alle begrüßen und einladen, Kirche mit zu leben und mit zu gestalten, sie zu erneuern und in eine gute Zukunft zu führen.“

Beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus machten bereits die Begrüßungsbotschaften – „Herzlich willkommen Stadthagen“ und „Herzlich willkommen Bremerhaven“ – auf die Besonderheit des Ereignisses aufmerksam. Thannippara, der Pastor Thomas genannt werden möchte, war zuletzt in der Bremerhavener Herz-Jesu-Gemeinde tätig. Zu seiner Einführung in St. Marien waren rund 65 Frauen und Männer mit zwei Omnibussen aus der Seestadt angereist.

"Pastor Thomas ist ein guter Seelenhirt"

„Wir möchten Sie ein wenig darauf vorbereiten, welch guter Seelenhirt Pastor Thomas ist“, gab Alois Hütten seitens der Gäste zu verstehen. „Ich habe den Eindruck, dass er hier gut ankommen wird.“ Falls das nicht der Fall sein werde, merkte Hütten augenzwinkernd an, „kommen wir wieder, aber dann mit vier Bussen“. Der im Mai 1975 im indischen Kozhuvanal geborene Thannippara besitzt als geweihter Priester das Recht zur Ausgabe der Sakramente, hat indes nicht die Verwaltung und administrative Leitung der Kirchengemeinde inne. Für diese zeichnet fürderhin die Pfarrgemeinde St. Josef, Stadthagen, verantwortlich.

Pastor Thomas wird im Pfarrhaus am Oberwallweg die Wohnung des vor wenigen Wochen verabschiedeten Pfarrers Bogdan Dabrowski übernehmen. „In Indien war ich als Priester wie ein König. Denn wir haben ein Kastensystem. Ich hatte immer Leute, die mich bedient haben. In Deutschland muss ich alleine kochen, alleine einkaufen, meine Kleidung selbst waschen. Zuerst war ich darüber traurig. Aber dann bin ich ein bisschen kräftiger geworden, ein bisschen selbstständiger. Hier lernen die Menschen, selbstständig zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Und ich finde, das ist ein großer Vorteil von Deutschland“, wird der Geistliche in einer Publikation der Landeskirche Hannover zitiert.

„Ich bitte Sie, den jünger gewordenen Gesichtspunkten einer missionarischen Seelsorge im sozialen Lebensraum Beachtung zu schenken“, hieß es aktuell in der von Bischof Norbert Trelle verfassten und von Dechant Wingert vorgelesenen Ernennungsurkunde. bus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg