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„Hände weg vom Heidornweg“

Grüne fordern Sperrung „Hände weg vom Heidornweg“

Der Zoff um den Heidornweg in Bückeburg geht weiter: Schließung auf der einen Seite, Öffnung und Herstellung auf der anderen – was denn nun? Nachdem sich der Ortsrat Evesen in der vorvergangenen Woche überraschend und mit teilweise drastischen Worten für die Öffnung des Heidornweges als Alternative für den Koppelweg ausgesprochen hatte, ist nun der Stadtverband von Bündnis 90/Die Grünen aktiv geworden.

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Bückeburg. „Wir Grünen sagen genauso deutlich: Hände weg“, teilten die Grünen gegenüber der Presse mit. In einem jahrelangen Mediationsverfahren hätten sich Landnutzer, Naturschützer, der Landkreis Schaumburg und die Stadt Bückeburg in einem Entwicklungskonzept für die Bückeburger Niederung darauf geeinigt, wie die unterschiedlichen Interessen in Einklang zu bringen seien, erinnerten die Umweltschützer an die Vorgeschichte. Das jüngste Projekt „Naturerleben Bückeburger Niederung“ – gefördert durch Stadt, Landkreis und Bingo-Umweltstiftung – sei ein Besucherleitsystem: Ökologisch empfindliche Bereiche im Kernbereich würden geschützt, gleichzeitig würden zwei Aussichtshügel zur Beobachtung und neue Rundwege angelegt. Die Zielsetzung und auch die Umsetzung seien damals eindeutig und unmissverständlich formulier worden: „Der Heidornweg wird gesperrt. Dabei soll es auch bleiben.“

 „Der finanzielle Hintergrund ist natürlich auch für uns Grüne interessant“, führten die Fraktionssprecher Cornelia Laasch und Bernd Schierhorn aus. Wenn der Koppelweg die früheren Funktionen des Heidornweges übernehmen solle, dann müsse der Koppelweg auch in einen akzeptablen Zustand versetzt werden: „Dies ist offenbar nicht der Fall.“ Diesbezüglich müsse dringend nachgearbeitet werden. Und es dürfe „ruhig auch mal die Frage gestellt werden, wer da geschlampt hat“. Immerhin seien bis zu 70000 Euro für die Maßnahme veranschlagt. Der Rat hörte dann mit Freude, dass nur 20000 Euro ausgegeben worden seien. Welches Ratsmitglied freue sich nicht, wenn gespart werden kann, fragen die Grünen rhetorisch: „Aber bitte nicht zum Preis einer völlig unzureichenden Baumaßnahme, die letztlich den Kritikern der gesamten Maßnahme in die Hände spielt.“

 Die Grünen würden an geeigneter Stelle die Ausführung hinterfragen und sich dafür einsetzen, dass die ursprüngliche Planung umgesetzt: Das heißt, dass der Koppelweg nachgearbeitet werden müsse. Dies müsse schnellstmöglich geschehen, damit mit Frühlingsbeginn für Spaziergänger und Radfahrer ein unbeschwertes Naturerleben in der Bückeburger Niederung möglich wird – und zwar wie geplant im Einklang von Mensch und Natur.

 In der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses Mitte Februar hatte Baubereichsleiter Jörg Klostermann auf entsprechende Nachfragen darauf hin gewiesen, dass die Nacharbeiten am Koppelweg in der elften Kalenderwoche, also diese Woche, abgeschlossen sein sollen. Auch das Freischneiden sollte bis dahin erfolgen. Erst wenn der Koppelweg freigegeben sei, werde der untere Teil des Heidornwegs gesperrt, so die Vorgaben des Landkreises Schaumburg. rc

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