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Hafenprojekt: Bicon hat Bedenken

Bückeburg Hafenprojekt: Bicon hat Bedenken

Während die CDU-Ratsfraktionen der Kommunen Minden und Bückeburg das Regioport-Gelände und den Hafen Berenbusch besichtigt haben, haben Mitglieder der Bürgerinitiative Containerhafen (Bicon) ihre Bedenken gegenüber dem Hafenprojekt zum Ausdruck gebracht.

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Bückeburg. Die Initiative bemängelte sowohl die ungenügende Betrachtung von Alternativstandorten als auch die unzureichende Anbindung an die A2, die fehlende Gleisanbindung sowie das Fehlen konkreter Begrenzungen zur Lagerung und zum Umschlag von Störfallprodukten.

Die Suche nach alternativen Standorten wäre der Auffassung der Bicon zufolge sinnvoll gewesen, da sich die Flächen gegenüber den ursprünglichen Planungen um ein erhebliches Maß verringert hätten. Bei der Autobahnanbindung habe das Nadelöhr Porta Westfalica zu wenig Berücksichtigung gefunden, bei der Gleisanbindung sei zu bedenken, dass derzeit die von den Planern stets ins Feld geführte sogenannte Trimodalität (Anbindung an Straße, Wasserstraße und Bahn) nicht gegeben sei.

Ulrich Stadtmann, der Fraktionsvorsitzende der CDU Minden, erläuterte, dass bei großen Bauvorhaben wie dem Regioport entsprechende Reserven benötigt würden, um langfristig planen zu können. Axel Wohlgemuth, Fraktionsvorsitzender der CDU Bückeburg, stellte die grundsätzliche Wichtigkeit heraus, sich vor Ort ein Bild über das Flächenausmaß des Hafenareals zu verschaffen.

Stadtmann erinnerte daran, dass der Neubau der Schleuse am Wasserstraßenkreuz Weser/Mittellandkanal demnächst übergroßen Containerschiffen (ÜGMS, 135 Meter lang) die Anfahrt zum Regioport eröffne und der Hafen daher nicht mehr zu verhindern sei. Bicon-Vertreter verneinten einen Zusammenhang von Schleusenneubau und Regioport, da es sich bei dem Bau um eine Ersatzmaßnahme für die über 100 Jahre alte bestehende Schleuse handele. Zudem sei die Mittelweser nicht für die Befahrung durch ÜGMS ausgelegt.

Nachdem die Besichtigungsteilnehmer die neu errichtete Bahnunterführung am Gewerbegebiet Päpinghausen in Augenschein genommen hatten, legte Wohlgemuth im Hafen Berenbusch Details der dort erfolgten umfangreichen Ertüchtigung dar. Während im Regioport Container die Hauptrolle spielten, konzentriere sich der Umschlag in Berenbusch auf Schütt- und Stückgüter, erklärte der Bückeburger Fraktionsvorsitzende, der die Teilnehmer der rund zweistündigen Exkursion zum Ausklang ins Cammeruner Dorfgemeinschaftshaus einlud.

In Sachen Bebauungsplan Regioport Weser I werden die Stadt Bückeburg und der Landkreis in dieser und der kommenden Woche beraten: In Bückeburg heute der Bau- und Umweltausschuss, der Kreistag am kommenden Dienstag. Beide Kommunen gehören dem Planungsverband an. bus, rc

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