Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Halbe Stelle für Grundschule Am Harrl

Sozialarbeiter soll kommen Halbe Stelle für Grundschule Am Harrl

Auch die anderen Grundschulen der Stadt haben mit einer zunehmenden Gewaltbereitschaft ihrer Kinder zu kämpfen. Das ist im nicht-öffentlichen Teil der jüngsten Schulausschusssitzung deutlich geworden, als das Thema der Einrichtung einer Schulsozialarbeiterstelle für die Grundschule Am Harrl diskutiert worden ist.

Voriger Artikel
Als Oma ohne Rock aus der Kirche kam
Nächster Artikel
Bunte Holzkreuze

Bückeburg. Eine Entscheidung zu der Stelle wurde nicht getroffen, sie soll jetzt in einer weiteren nicht-öffentlichen Sitzung des Schulausschusses am 20. Mai fallen.

 Grundsätzlich habe aber Einigkeit bestanden, diese Stelle einzurichten. Zumal auch der Verwaltungsausschuss bereits einen entsprechenden Vorratsbeschluss gefasst hat. Die Kosten von jährlich 35000 Euro für die Einrichtung einer halben Stelle sind bereits in einer Vorlage der Verwaltung im Wirtschafts- und Finanzausschuss aufgetaucht. In der Diskussion im Schulausschuss blieb zunächst offen, ob auch an den anderen drei Grundschulen der Stadt Sozialarbeiterstellen eingerichtet werden sollten. Die Verwaltung wurde beauftragt, bis zur Sitzung am 20. Mai eine „Gesamtlage“ zusammenzustellen.

 Wie Mehrheitschef Bernd Insinger (SPD) auf Anfrage sagte, werde die halbe Stelle für die Grundschule Am Harrl „auf jeden Fall“ kommen. Offen sei noch, unter welchen Voraussetzungen die anderen Schulen arbeiten und ob auch hier Bedarf besteht. Das müsse noch geklärt werden.

 „Für uns hat die Grundschule Am Harrl Priorität“, teilte der CDU-Fraktionsvorsitzende Axel Wohlgemuth auf Anfrage dieser Zeitung mit. Ob weitere Stellen notwendig seien, müssten die Vorlagen in den kommenden Tagen zeigen. Es habe sich aber bereits gezeigt, dass eine halbe Stelle nur an der Grundschule Harrl nicht ausreicht: „Das muss mehr sein.“

 Bleibt die Frage der Finanzierung. Denn selbst 35000 Euro fallen der Stadt angesichts der Finanzlage schwer. Wie Stadtkämmerer Reiner Wilharm auf Anfrage sagte, sei die Finanzierung einer solchen – oder mehrerer – Stellen Aufgabe des Landes Niedersachsen. In Gesprächen hätten die zuständigen Behörden erklärt, dass kein Geld zur Verfügung stehen würde. Die Stadt könne zwar entsprechende Anträge an das Land stellen, die Aufgabe aber letztlich nur als freiwillige Leistung übernehmen.

 Die grundsätzliche Bereitschaft dazu sei da, wie auch Wohlgemuth bekräftigte. Es gehe um Umschichtungen im Haushalt und die Fokussierung auf andere Dinge: „Für den Kauf einer Weide in der Niederung und dem Abriss des Dorfgemeinschaftshauses ist ja auch Geld da gewesen“, gab es einen Seitenhieb für die Mehrheitsgruppe. Insinger wiederum bezeichnete es als „hoch ärgerlich“, dass sich das Land darauf zurückziehe, kein Geld zu haben, und sich dann die Kommunen verpflichtet fühlten, einzuspringen. Dabei würde trotz brummender Konjunktur und hoher Steuereinnahmen kaum etwas bei den Kommunen ankommen.

 Eine weitergehende Lösung schlägt die Gruppe WIR/BfB vor. Wie Ratsherr Andreas-Paul Schöniger erklärte, habe er das Bundesfamilienministerium angeschrieben, damit Gelder für Schulsozialarbeiter in Grundschulen zur Verfügung gestellt werden: „Wir müssen in den Grundschulen gegensteuern, in den weiterführenden Schulen, wo es Sozialarbeiterstellen gibt, ist es oft schon zu spät.“rc

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg