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Halbes Jahrhundert jung

St. Marien feiert Geburtstag Halbes Jahrhundert jung

Bei der katholischen Kirchengemeinde St. Marien feiert man die Feste, wie sie neuerdings häufiger fallen: Erst vor drei Jahren begingen die Bückeburger Katholiken das 100-jährige Bestehen ihrer Pfarrei.

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Voll und ganz bei der Sache: Die Kita-Kinder haben bei der Aufführung der „Vogelhochzeit“ ihren Spaß.

Quelle: jp

Bückeburg. In diesem Jahr gab es den 50. Geburtstag ihres Gotteshauses zu feiern, und das tat die Gemeinde mit einem ganztägigen Festprogramm, das von einem Gottesdienst und einer Dankandacht umrahmt wurde. Im Mittelpunkt standen ein Gemeindefest auf dem Oberwallweg, der dafür für den Straßenverkehr vorübergehend gesperrt war, sowie das damit verbundene Kindergartenfest der katholischen Kindertagesstätte.

 Bei dem von Pfarrer Stephan Uchtmann gehaltenen Festgottesdienst gaben mit dem 80-jährigen Propst Benno Wessels aus Bremerhaven und dem 2009 nach Neustadt am Rübenberge versetzten Matthias Ziemens gleich zwei langjährige und heute noch ungemein beliebte Seelsorger der katholischen Kirchengemeinde St. Marien dem steinernen Geburtstagskind die Ehre. Außer Pastor Thomas Thannippara gestalteten auch Militärseelsorger Gundolf Brosig aus Bückeburg, Leiter des katholischen Militärpfarramtes Hagenow/Mecklenburg, sowie Joachim Wingert, Dechant der katholischen Kirchengemeinden des Dekanates Weserbergland, den Gottesdienst mit. Als Gäste waren Bürgermeister Reiner Brombach, Oberprediger Wieland Kastning, Pastor Rainer Diekmann und Superintendent Peter Burghardt von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche zugegen.

 Kastning, der den Katholiken einen großen Pflanztopf mit Duftrosen mitgebracht hatte („Damit wir uns auch zukünftig gegenseitig gut riechen können.“) erinnerte daran, dass vor 50 Jahren zur Zeit der Erbauung von St. Marien das Verhältnis zwischen Katholischer und Evangelischer Kirche noch wesentlich komplizierter gewesen sei als heute: „Wir reden heute nicht nur miteinander, sondern laden uns auch gerne gegenseitig nicht nur in unsere Gotteshäuser, sondern auch in unsere privaten Häuser ein.“ Vor 50 Jahren wäre der Ton zwischen den beiden Konfessionen noch ein anderer gewesen. „Wir waren uns damals noch ein wenig fremder. Wie schön, dass wir uns heute gegenseitig schätzen und anerkennen als Geschwister im Glauben.“ Als prägnante Beispiele dafür nannte Kastning den ökumenischen Pfingstgottesdienst vor dem Mausoleum sowie den von vielen Katholiken besuchten Tauferinnerungsgottesdienst am Reformationstag in der Stadtkirche.

 Andere Dinge hätten sich jedoch weniger zum Positiven entwickelt: So seien heute sowohl katholische als auch evangelische Gottesdienste bei Weitem nicht mehr so gut besucht wie vor 50 Jahren. „Da ist ein Traditionsabbruch geschehen, und wir stehen gemeinsam vor der Aufgabe, die Botschaft von der Liebe Jesu Christi auch zu den Menschen zu bringen, denen die gewohnten Formen von Kirche fremd geworden sind.“

Bürgermeister Brombach erinnerte in seinem Grußwort an die vielfältige Zusammenarbeit zwischen Stadt und katholischer Kirchengemeinde, insbesondere bei der Kindertagesstätte. Auch der neue Familiengarten wirke erheblich im gesellschaftlichen Leben der Stadt mit.

Musikalischer Mittelpunkt des sich anschließenden Gemeinde- und Kindergartenfests war die Aufführung der „Vogelhochzeit“ durch die Kinder der Kindertagesstätte St. Marien. jp

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