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Handfeste Bedenken gegen die bestehenden Planungen

Bückeburg Handfeste Bedenken gegen die bestehenden Planungen

Die „Bückeburger Runde“ – eine Gruppe niedergelassener Ärzte – äußert handfeste Bedenken gegen die Planungen für das Gesamtklinikum Schaumburg. Zwar sei die Zusammenführung der drei Schaumburger Krankenhäuser zu einem Gesamtklinikum „aus medizinischer und wirtschaftlicher Sicht sinnvoll und begrüßenswert“, heißt es in einer Stellungnahme.

Bückeburg (bus). „Dagegen ist die dezentrale Lage des geplanten Gesamtklinikums, auch nach eingehendem Studium der bis dato veröffentlichten, für die praktische Patientenversorgung Schaumburgs nicht nachvollziehbar“, schreibt die Ärztegruppe.

Weiter ist der Verlautbarung zu entnehmen: „Die politisch gewollte Lage wird den betriebswirtschaftlichen Realitäten nicht gerecht. So fallen für die Bevölkerung der Nord- und Ostgemeinden (Rodenberg, Sachsenhagen, Bad Nenndorf) lange Anfahrtswege an. Patienten aus Rinteln und dem nördlichen Extertal orientieren sich erfahrungsgemäß ohnehin längst nach Hameln oder Minden.“

Zudem werde nach Ansicht der Bückeburger Ärzte, „die schon bestehende, gut funktionierende Zusammenarbeit von ambulanter und klinischer Versorgung nicht ausreichend berücksichtigt“. Das betreffe insbesondere das Herzkatheterlabor und die Krebsbehandlung in Stadthagen. „Ein Ausbau des schon bestehenden Standortes Stadthagen wäre durch Nutzung der bereits bestehenden Infrastruktur sinnvoller und kostengünstiger gewesen.“

Des Weiteren sehen sie „als jahrelang im Notdienst tätige Ärzte“ Schwachstellen in der Verkehrszuwegung speziell für Patiententransporte an entscheidenden Knotenpunkten, insbesondere zu Stoßzeiten auf Bundesstraßen und Autobahn. Die Mediziner: „Wir bedauern die Vernichtung bestehender Arbeitsplätze durch Personalreduzierung und Auslagerung von Dienstleistungen in Konzernanteile außerhalb von Schaumburg, wie beispielsweise im Fall des vorgekochten Essens aus Magdeburg.“

Nach Durchsicht des zuletzt im Bundesanzeiger von Dezember 2009 veröffentlichten Geschäftsberichtes des Konzerns ProDiako bezweifeln die Autoren, „dass das Objekt wie geplant fertiggestellt und wirtschaftlich betrieben werden kann“. Überdies erachten sie es als alarmierend, „dass aufgrund fehlender Finanzkraft bereits vor Baubeginn Streichungen im Bereich der Patientenversorgung (Vierbettzimmer) im Rahmen so genannter ‚Flächenreduzierungen‘ vorgenommen werden müssen“. Abschließend heißt es in der Erklärung: „Wir fordern die Betreibergesellschaft ProDiako auf, das Patienten-Wohl vor politische und wirtschaftliche Interessen zu stellen.“

4 Die Stellungnahme ist unterzeichnet von fast der gesamten Bückeburger Ärzteschaft: Frank, Malek, Schroeder, Mohr, Berlinghoff, Fell-Kastein, Möller, Fischinger, Neubauer, Schlee, Schulz und Richter, Florian und Florian, Warnecke, Hey, Dekordy und Truong.

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