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Handlungsbedarf in Evesen

Thema Sportplätze Handlungsbedarf in Evesen

Die Stadt Bückeburg wird wohl nicht umhinkommen, für den desolaten B-Platz am Sportzentrum Evesen eine Lösung zu finden: Sei es durch die Teilauslagerung des Trainingsbetriebs des VfR Evesen, durch den Neubau eines dritten Platzes oder der Sanierung des vorhandenen Platzes, die 250.000 bis 675.000 Euro kosten wird.

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Maulwurfshügel auf dem B-Platz am Sportzentrum Evesen: „Die bekommen sie nicht weg“, stellt der Gutachter Dieter Grundmann in der Ausschusssitzung fest.

Quelle: ARCHIV

BÜCKEBURG. Anders sieht es dagegen bei den beiden Sportplätzen des FC Hevesen in Achum aus. Dort reicht es, wenn A- und B-Platz intensiver gepflegt und Unebenheiten öfter beseitig werden. Das ist das Ergebnis eines umfangreichen Gutachtens, das jetzt detailliert in einer gemeinsamen Sitzung des Bau- und Umweltausschusses sowie des Sport- und Partnerschaftsausschusses vorgestellt wurde.

Angesichts der im Raum stehenden Zahlen und der Finanzlage der Stadt sprachen beide Ausschüsse zunächst keine Empfehlungen aus, sondern verwiesen das Thema zu weiteren Beratungen in die Fraktionen beziehungsweise zum Einholen weiterer Informationen, speziell zu Zuschüssen seitens des Kreissportbundes oder aber einer Eigenbeteiligung der Vereine, insbesondere des VfR Evesen.

Zum Hintergrund: Sowohl der VfR Evesen als auch der FC Hevesen hatten bei der Stadt beantragt, dass die B-Plätze renoviert oder saniert werden, weil sie sich in einem desolaten Zustand befinden. Es gebe Schäden an den Grasnarben, Unebenheiten und Löcher, nicht nur durch den Trainingsbetrieb, sondern auch durch Maulwürfe. Insbesondere in den Wintermonaten sei die Nutzung eingeschränkt, hatte es weiter geheißen. Die Plätze würden eine erhebliche Verletzungsgefahr bergen. Der Verwaltungsausschuss hatte die Erstellung eines Gutachtens in Auftrag gegeben. Dessen Ergebnisse stellte jetzt der Diplom Ingenieur Dieter Grundmann vom gleichnamigen Büro für Sport- und Freiraumplanung aus Sarstedt vor.

Die Sportplätze in Evesen : Dem A-Platz konstatierte der Fachmann einen „sehr guten Zustand“, dem B-Platz nicht: großflächige Unebenheiten, Schäden an der Grasnarbe, oder Fremdbewuchs etwa durch Wegerich. Schäden, die er auf die Überbeanspruchung des B-Platzes zurückführte. Mindestens 35 Stunden werde der Platz in der Woche genutzt, dazu komme eine unbekannte Zahl von Schulsportstunden. Ausgelegt seien Naturrasenplätze nur auf etwa 20 Stunden pro Woche, im Winter auf höchstens zehn Stunden.

Drei Vorschläge unterbreitete er:

Erstens: Den Umbau des B-Platzes mit einem DIN-gerechten Naturrasen. Die Kosten bezifferte er auf 248.000 Euro, die Nutzungsdauer auf circa 20 Stunden wöchentlich. Die Pflegekosten: jährlich zwischen 30.000 bis 40.000 Euro.

Zweitens: Den Umbau in einen Kunstrasenplatz: Die Kosten bezifferte er auf 673.000 Euro, die Nutzungsdauer auf 60 Stunden pro Woche, die Pflegekosten auf 15.000 bis 20.000 Euro.

Drittens: Den Umbau in einen Hybridrasenplatz, in Naturgras werden Kunststofffasern eingetaftet: Die Kosten bezifferte er auf 276.000 Euro, die wöchentliche Nutzungsdauer auf 45 bis 48 Stunden, die jährlichen Pflegekosten auf 25.000 bis 30.000 Euro.

Zum Natur- und Hybridrasen merkte Dieter Grundmann angesichts der Nutzungsdauer an, dass zwar viel Aufwand betrieben, aber wenig gewonnen werde: „Wenn, dann geht es in Richtung Kunstrasen.“ Oder aber es könne Trainingsbetrieb ausgelagert und/oder das angrenzende Kleinspielfeld mit Kunstrasen mehr genutzt werden.

Kunstrasen sei erhebliches Risiko

„Wir müssen etwas tun“, konstatierte der Vorsitzende des Bauausschusses, Bernd Insinger (SPD), in der anschließenden Diskussion. Er warnte angesichts der finanziellen Situation der Stadt: „Es muss klar sein, wenn wir in Richtung Kunstrasen gehen, dass wir ein erhebliches Risiko eingehen.“ Die Ausschüsse sprachen keine abschließende Empfehlung aus.

Die Sportplätze in Hevesen:   Hier stellte der Fachmann fest, dass beide Plätze gemeinsam etwa 46,5 Stunden pro Woche genutzt werden und damit leicht über der empfohlenen Nutzungsdauer von 20 Stunden je Platz liegen. Die Unebenheiten und Schäden an der Grasnarbe könnten aber durch eine intensivere Pflege behoben werden. Weitere Empfehlungen sprach Grundmann nicht aus.

Die Maulwurfsproblematik: Sowohl in Evesen als auch Achum wühlen sich regelmäßig Maulwürfe durch den Untergrund und sorgen mit Hügel für Unebenheiten und kaputte Grasnarben auf dem Platz. Der Fachmann bezeichnete die unter Naturschutz stehenden Wühler als „meine Lieblingsfreunde: Die bekommen sie nicht weg. Sie arbeiten gegen Windmühlen.“ Der einzige Ausweg sei die ständige Nutzung der Plätze oder aber täglich einen Mähroboter über die Plätze zu schicken: „Erschütterungen mögen Maulwürfe nicht.“ Auch Sperrwände rund um die Plätze seien keine Lösung: „Da graben sich Maulwürfe drunter durch.“ rc

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