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Handlungsbedarf in der mittleren Altstadt

Bückeburg / Förderungsprogramm Handlungsbedarf in der mittleren Altstadt

Die Stadt versucht erneut in ein Städtebauförderungsprogramm aufgenommen zu werden. Ins Auge gefasst haben die Stadtverwaltung, aber auch die Politik, den mittleren Bereich der Altstadt zwischen Unterwallweg und Wallstraße.

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Südlich des Unterwallwegs: Das Eggers-Gebäude steht bereits leer.

Quelle: rc

Bückeburg (rc). Dort gibt es mit der geplanten Aufgabe des Schulstandorts der Herderschule, den leer stehenden Gebäuden einer Großwäscherei sowie einer ehemaligen Autowerkstatt Handlungsbedarf. Dazu kommen eine ganze Reihe unsanierter Gebäude sowie entlang des Unterwallwegs unbefriedigende Garten- und Hinterhofsituationen. Überlegt wird auch, was mit dem Neumarktplatz geschehen soll, der derzeit zwar noch als Bushof und Stellplatz für Wohnmobilisten genutzt wird, ansonsten aber eher ein tristes Dasein fristet.

„Ja, wir prüfen derzeit, ob wir das Gebiet als Sanierungsgebiet anmelden“, bestätigte Baubereichsleiter Jörg Klostermann auf Anfrage unserer Zeitung: „Wir müssen da sicherlich etwas machen.“ Wenn die Stadt dort vorankommen wolle, sei sie auf Mittel von außen angewiesen. Die von Bund und Land fließen würden, würde die Aufnahme in das Förderungsprogramm gelingen. Der Baubereichsleiter: „Ich bin eher skeptisch, aber nur mit eigenen Mitteln schaffen wir es auch nicht.“

Die Skepsis begründet Klostermann auf gekürzte Mittel bei den Programmen sowie eine Änderung der Förderungsrichtlinien. So sind zum einen die Zuschüsse gekürzt worden. Bund und Land geben nicht – wie bisher üblich – Mittel zu je einem Drittel hinzu, sondern voraussichtlich zusammen nur noch die Hälfte, sodass die Stadt die andere Hälfte zu tragen hätte und nicht nur ein Drittel wie bisher. Hinzu kommt, dass Bund und Land nur noch Projekte fördern, die direkt zur Aufwertung von Innenstädten führen und nicht mehr – wie bisher – auch Randlagen.

Was die Stadt schon schmerzlich erfahren hat, als ihre Anträge für die Aufnahme in Städtebauförderungsprogramme für den Bereich Windmühlenstraße im Westen der Stadt und das Villengebiet am Nordharrl bereits mehrfach abgelehnt worden sind (wir berichteten). Ob für die mittlere Altstadt die Richtlinien erfüllt werden können, ließ Klostermann offen: „Das müssen unsere Prüfungen ergeben.“ Auf jeden Fall sieht er Handlungsbedarf: sowohl für Herderschule, Neumarktplatz und die ehemalige Wäscherei Eggers als auch das Umfeld. Es würde sich anbieten, das Gebiet insgesamt zu überplanen und in ein Gesamtkonzept zu gießen.

Für die Herderschule gebe es noch keine konkrete Vorstellungen bei der Stadt, zudem habe sich der Landkreis auch noch nicht geäußert, was mit der Immobilie nach der Aufgabe des Schulstandortes geschehen soll. „8000 Quadratmeter ist schon einiges.“ Sollte dort ein Wohngebiet entstehen, müssten hohe Anforderungen an die Gestaltung gestellt werden. Zudem stelle sich die Frage, ob die Štadt nicht in diesem Zuge den Neumarktplatz mit seinen 4700 Quadratmetern komplett aufgibt und an einen Investor veräußert. Informationen unserer Zeitung, dass bereits ein Investor bei der Stadt vorstellig geworden ist, der Herderschul-Gelände und Neumarktplatz kaufen und entwickeln will, wollte Klostermann nicht bestätigen.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite bei der Wäscherei Eggers hat Firmeninhaber Dietmar Eggers gemeinsam mit einem Architekten in den vergangenen Monaten weitergearbeitet, was mit der teilvermieteten Immobilie auf einer Fläche von gut 2000 Quadratmetern nach dem Umzug in die Kreuzbreite geschehen kann (wir berichteten).

„Städtebauförderungsmittel wären auf jeden Fall eine gute Sache, um dort etwas zu gestalten“, freute er sich. Die Suche nach Investoren und Partnern, auf die er angewiesen ist, würde deutlich leichter fallen: „Die Kernkompetenz unseres Unternehmens liegt im Waschen von Berufskleidung, nicht im Bauen.“

Erste Untersuchungen hätten ergeben, dass mindestens zwei Millionen Euro notwendig wären, um Projekte auf dem Gelände zu verwirklichen: ein Mehrfamilienhaus samt Tiefgarage mit zehn bis 16 Wohnungen an der Wallstraße; eine Reihenhauszeile mit kleinen Gärten entlang des Unterwallwegs. Alles andere als der Komplettabriss des bestehenden Gebäudes wäre aufgrund auch der behördlichen Auflagen nicht wirtschaftlich.

Dietmar Eggers erinnerte daran, dass das gesamte Umfeld überplant und aufgewertet werden müsse. Es gebe dort noch eine alte Autowerkstatt, seinen alten Firmenplatz und oberhalb seines Gebäudes gegenüber der Einmündung des Dr.-Witte-Platzes einige Immobilien, die renoviert oder saniert werden müssten. Auch entlang des Unterwallweges von seinen Gebäuden hinauf zur Obertorstraße, aber auch hinunter bis zur Einmündung der Neuen Straße sieht er Handlungsbedarf. Dietmar Eggers: „Der gesamte Bereich muss überdacht, überplant und gefördert werden.“

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