Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Handwerker warten auf ihr Geld

Bückeburg / Musical-Insolvenz Handwerker warten auf ihr Geld

Von der beantragten Insolvenz der Produktionsfirma „Reihe 7 UG & Co. KG“ sind offensichtlich insbesondere Handwerker, Zulieferer und Catering-Unternehmen betroffen, deren Rechnungen für die Mitwirkung und Mitarbeit am Musical „Die schwarzen Brüder“ nicht beglichen worden sind.

Voriger Artikel
Acht Bands in acht Kneipen
Nächster Artikel
Bei acht Punkten ist der Führerschein weg

Tiefe Furchen auch auf der Schlossinsel. Eigentlich wäre es Aufgabe von „Reihe 7“ gewesen, alles wieder zu richten.

Quelle: rc

Bückeburg. Die Darsteller, auch die Kinder und Jugendlichen aus der Region, sowie die Musiker sollen dagegen ihre Gagen in der vereinbarten Höhe erhalten haben. Das haben Recherchen unserer Zeitung ergeben. Produzent und Geschäftsführer Moritz Sachs war – trotz wiederholter Versuche – weder telefonisch noch schriftlich für eine Stellungnahme zur Pleite zu erreichen.

 Die Marketing-Leiterin des Musicals, Irene Fleischlin, verwies darauf, dass abgesprochen sei, dass sich nur Sachs äußern werde. Ob dieser das tut, scheint fraglich – momentan jedenfalls. Aus seinem Umfeld verlautete, dass er „völlig fertig“ sei und das Ganze erst einmal verdauen müsse. Derzeit soll er sich zu Dreharbeiten in Köln aufhalten.

 Wie Eltern einer der Kinderdarsteller auf Anfrage sagten, seien monatlich die Abrechnungen erstellt und zugeschickt worden, auch das Geld sei auf das Konto geflossen. Ähnlich äußerte sich ein erwachsener Darsteller.

 Anders sieht es dagegen bei den Firmen aus, von denen einige offene Rechnungen in den Büchern haben. Eine davon ist „BDT Music & Light Veranstaltungsplanung“ aus Bückeburg, die Teile der Technik und Beleuchtung bestückt hat. Wie Geschäftsführer Marinus Kienzl sagte, sei seine Firma betroffen. Zum Glück habe man „nicht so viel gemacht“, nachdem man bei dem Gesamtauftrag für Licht, Technik und Konstruktion nicht berücksichtigt worden sei.

 „Mindestens ein blaues Auge für die Firma“, so seine Einschätzung. Das müsse man erst einmal verkraften: „Jetzt müssen wir noch ein bisschen mehr arbeiten.“ In einem Telefonat habe ihm Sachs glaubhaft gemacht, dass es Investoren gebe: „Darauf hoffen wir jetzt.“ Ein anderer Zulieferer berichtete dagegen, dass seine Rechnung zügig und reibungslos bezahlt worden ist.

 Bürgermeister Reiner Brombach sagte, dass die beantragte Insolvenz „natürlich sehr schade“ für das Unternehmen und für alle Beteiligten sei. Sie alle seien mit viel Herzblut und Engagement bei der Sache gewesen. Er habe den Eindruck, auch aus Gesprächen mit Sachs, dass in der Vorbereitung und der Durchführung keine Fehler gemacht worden seien. Maßgebliche Schuld gab er dem Wetter: Die Besucher von weiter weg seien wegen der Vorhersagen nicht gekommen, die aus der Region hätten mit Blick zum Himmel ihr Kommen immer wieder verschieben müssen.

 Für einen Standort sei es immer negativ, wenn ein solches Event den Bach runtergehe, so Brombach weiter. Er hoffe, dass damit nicht das Ende solcher Veranstaltungen auf Schloss Bückeburg erreicht ist. Alexander zu Schaumburg-Lippe war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. rc

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg