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Heftige Turbulenzen nur „Sturm im Wasserglas“

Bückeburg / Luftsportverein Heftige Turbulenzen nur „Sturm im Wasserglas“

Der Luftsportverein Bückeburg-Weinberg (LSV) hat während seiner turnusmäßigen Jahresversammlung die Weichen für die Zukunft gestellt. „Wir wollen nach vorn schauen“, gaben Vorsitzender Ulf Kleinau, dessen Stellvertreter Jörg Nottmeyer und Ausbildungsleiter Thilo Zahn im Anschluss an die dreieinhalbstündige Zusammenkunft im Restaurant „Altes Forsthaus“ zu verstehen.

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Thilo Zahn (Ausbildungsleiter, von links.), Jan Waitzmann (Geschäftsführer), Ulf Kleinau (Vorsitzender), Uwe Dummeyer (Sicherheitsreferent), Jörg Nottmeyer (stellvertretender Vorsitzender), Moritz Waitzmann (Jugendwart) und Michael Watermann (Schatzmeister) bilden den aktuellen Vorstand des Luftsportvereins Bückeburg-Weinberg.  

Quelle: bus

Bückeburg. Bückeburg (bus). Nach einigen turbulenten Monaten – der LSV war im Februar mit zum Teil erheblichen, anonym erhobenen Vorwürfen konfrontiert worden – sei „alles auf die Schiene gesetzt“ worden, erklärte der Vorsitzende Kleinau. Die angeblichen Turbulenzen hätten sich als ein „Sturm im Wasserglas“ erwiesen.

 Das Trio betonte, dass in der Versammlung (in der die Anwesenheit von Pressevertretern nicht erwünscht war) „ausführlich, kreativ und konstruktiv“ gesprochen worden sei. Jetzt gehe es hauptsächlich darum, dass alte und junge Vereinsmitglieder wieder zusammenrückten und eine Gemeinschaft bildeten. Die Berichterstatter traten Vermutungen entgegen, denen zufolge die im Sommer 2002 aus dem Segelflugverein Schaumburg und der Bückeburger Sportfluggruppe hervorgegangene Vereinigung „kurz vor dem Aus“ stehe. Das entspreche keineswegs den Tatsachen, was auch für den wirtschaftlichen Background des LSV Gültigkeit besitze. „Der Verein ist solide finanziert, und es laufen keine Kredite.“ Zudem legten die Sprecher Wert auf die Feststellung, dass im Berichtszeitraum lediglich drei Austritte und 16 Passivmeldungen zu verzeichnen seien. Aktuell gehören dem Luftsportverein 101 Mitglieder an.

 Auf der Tagesordnung standen etliche Punkte, in denen die Zustimmung der 34 anwesenden stimmberechtigten Teilnehmer zu Änderungen der Gebührenordnung gefragt war. Unter anderem ging es um die Einführung einer Infrastrukturgebühr (25 Euro pro Pilot und Tag). „Alle Vorschläge des Vorstandes wurden durchgewinkt“, schilderte das Trio das Abstimmungsverhalten. In der Diskussion über die weitere Verwendung des sogenannten Feldhauses votierte die Versammlung gegen einen Abriss und dafür, das barackenartige Gebäude zunächst nur noch in den Sommermonaten zu nutzen. Bei den Punkten „Jugendheim und Wohnung“ sowie „Elektro-Winde“ wurde auf eine Entscheidung zum gegenwärtigen Zeitpunkt verzichtet.

 Nicht auf der Tagesordnung standen Neuauflagen der in der Vergangenheit publikumswirksam organisierten Veranstaltungen „JU-Days“ und „Faszination Segelflug“. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge ist allerdings davon auszugehen, dass beide Veranstaltungen in diesem Jahr nicht stattfinden. „2012 wird überwiegend von normalem Flugbetrieb bestimmt sein“, erklärten die Vorstandmitglieder.

 Eventuell werde im Sommer ein Jugendvereinslager und/oder ein „Tag der offenen Tür“ auf die Beine gestellt. Nächste, für alle Mitglieder verbindliche Veranstaltung, wird am Sonnabend, 17. März, eine sogenannte „Fliegerische Belehrung“ durch die zuständige Landesbehörde sein. Danach soll der seit Herbst gesperrte Flugplatz freigegeben werden.

 Ausbildungsleiter Zahn hatte in diesem Zusammenhang im Gespräch mit dem Mindener Tageblatt den Wunsch geäußert, dass das LSV-Gelände wieder zu einem Ort werde, den man gerne besucht. „Um zu fliegen, nette Leute zu treffen und einfach eine gute Zeit zu haben.“ Vorsitzender Kleinau zitierte nach Versammlungsende mit Blick auf die „Wasserglas-Turbulenzen“ eine chinesische Weisheit: „Ein fallender Baum macht mehr Krach als ein wachsender Wald.“

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