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Heinz Pettenpaul löst Philipp Niemann ab

Rotary Club Bückeburg Heinz Pettenpaul löst Philipp Niemann ab

Der Rotary Club Bückeburg hat einen neuen Präsidenten. Es ist Heinz Pettenpaul aus Rinteln, der Philipp Niemann ablöst. Turnusmäßig, denn einer alten Tradition der Rotarier folgend werden Präsidenten nach einem Jahr Amtszeit Mitte des Jahres ausgewechselt.

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Heinz Pettenpaul (rechts) hat seit dem 1. Juli die Präsidentschaft im Rotary Club von Philipp Niemann übernommen.

Quelle: rc

Bückeburg. Niemann, vertretungsberechtigter Gesellschafter des gleichnamigen Schuhhauses in Cammer, zog ein positives Fazit seiner einjährigen Amtszeit, in der die Themen Völkerverständigung und Jugendaustauschprogramm die beiden Schwerpunkte waren, aber auch die Unterstützung der internationalen Aktivitäten der Rotarier. In der Region wurde der Spendenlauf von Heinrich-Donatus zu Schaumburg-Lippe und seiner Mutter Lilly für ein Schulprojekt in Indonesien unterstützt. Bei der Begegnungswoche der Diakonie „Gemeinsam leben“ war der Rotary Club ebenso dabei wie bei der Unterstützung einer Mädchenschule in Afghanistan, einer DMKS-Typisierungsaktion in Hessisch Oldendorf und bei der Kontaktpflege mit dem Rotary Club aus Bückeburgs Partnerstadt Sablé.

 Für das Jahr 2017/2018 hat sich der Rotary Club der Ex-Residenz insbesondere die Themen Umweltschutz und Umwelterhalt auf die Fahnen geschrieben, wie weitere 70 Rotary Clubs aus dem Bezirk. „Sie alle wollen für jedes Mitglied einen Baum pflanzen“, wie Pettenpaul erläuterte. Im November soll diese Aktion in Schaumburg über die Bühne gehen. Damit werden 56 neue Bäume gepflanzt – entsprechend der Anzahl der Mitglieder des Rotary Clubs.

 Diese kommen übrigens nicht nur aus Bückeburg, sondern aus dem gesamten Schaumburger Land, außer Bad Nenndorf und Umgebung, die einem anderen Rotary Club angehören. Wie Pettenpaul sagte, unterstütze der Club nicht nur mit Geld und Spenden, sondern auch mit fachlichen Qualifikationen der Mitglieder, wo es nötig ist. So sind zum Beispiel drei Handwerksmeister vor Ort in jordanischen Flüchtlingslagern, um dort die Bewohner und Betreuer darin zu unterstützen, vernünftige Wasserleitungen zur Versorgung der Camps bauen zu können. „Derzeit gehen etwa 50 Prozent des Trinkwassers durch undichte Stellen in den Leitungen verloren, und das in einem ohnehin schon wasserarmen Land.“ Es gehe um Hilfe zur Selbsthilfe, so Pettenpaul.

Gutes tun und darüber sprechen

Um in Zukunft noch effektiver helfen zu können, wollen die Rotary Clubs aus Bückeburg, Springe, Hameln und Bad Pyrmont einen Verbund bilden, um sich gegenseitig zu unterstützen und zu koordinieren. Was letztlich unterstützt wird, entscheiden die Clubs selbstständig und helfen und unterstützen dann auch ganz unbürokratisch. Einzige Voraussetzung, die Pettenpaul nannte: „Es muss in unseren Wertekonsens passen.“ Frieden fördern, für Verständigung und Toleranz werben, den zum Beispiel der ganzjährige Jugendaustausch bewirkt, wenn junge Menschen als Botschafter ihres Landes in anderen Ländern unterwegs sind, wie es Pettenpaul und Niemann im Pressegespräch umrissen.

 Ein Gespräch übrigens, das bis vor wenigen Monaten undenkbar war. Denn bisher hielten es die Rotary Clubs eher so, Gutes zu tun und nicht darüber zu sprechen. Jetzt werde Gutes getan und darüber gesprochen. Was sich zum Beispiel auch darin äußert, dass Sigmund Graf Adelmann, langjähriger Geschäftsführer der Schaumburger Landschaft, das Amt des Öffentlichkeitsbeauftragten übernommen hat.

 

 Einmal pro Woche trifft sich der Rotary Club in Bückeburg, um sich auszutauschen oder Vorträge von Mitgliedern zu hören, um den berühmten „Blick über den Tellerrand“ zu bekommen. Und wie wird man Rotarier? Niemann: „Man kann sich nicht bewerben, man wird eingeladen – wie bei anderen Clubs auch.“ rc

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