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Heizung kalt, außerplanmäßige Stopps

Beschwerden über Westfalenbahn Heizung kalt, außerplanmäßige Stopps

Pendler und Reisende aus Bückeburg und der Umgebung haben derzeit erhebliche Probleme, pünktlich und nicht immer wieder durchgefroren an ihre Arbeitsstätten in Hannover oder Minden und wieder zurück in die Heimat zu kommen.

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Pünktlich den Zug in Bückeburg zu erreichen, bedeutet bei der Westfalenbahn derzeit nicht immer, dass man auch pünktlich – und nicht frierend – am Ziel ankommt.

Quelle: rc

Bückeburg. Oder aber ihre Anschlusszüge zu erreichen. Wiederholt werden Züge der Westfalenbahn auf freier Strecke langsamer, schleichen sich in den nächsten Bahnhof, um dort wieder hochgefahren werden zu müssen, damit sie weiterfahren können. Zudem fallen häufiger die Heizungen aus. Stattdessen springt die Klimaanlage an und kühlt das Zuginnere fast auf die winterlichen Außentemperaturen herunter. Das schilderten mehrere betroffene Pendler in Telefonaten mit dieser Zeitung.

 Die Westfalenbahn hat im Dezember die Regional-Expresszüge R 60 (Ems-Leine Express) und R 70 (Weser-Leine Express) nach einer entsprechenden Ausschreibung der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen von der Deutschen Bahn AG Regio übernommen. Seit dem soll es zu den Problemen gekommen sein.

 Erst gestern Morgen war es wieder so weit, als der Zug, der um 5.14 Uhr in Bückeburg startete, im Bahnhof Haste wegen technischer Probleme nicht weiterfahren konnte, die Technik zweimal wieder hochgefahren werden musste, um mit 20-minütiger Verspätung Hannover Hauptbahnhof zu erreichen. Das schilderte Wolfhard Müller, Pendler und Ratsherr, gegenüber dieser Zeitung. Es sei nicht das erste Mal, das so etwas passiert. Erst in der vergangenen Woche sei er zweimal betroffen gewesen. Einmal seien er und die Insassen eines Zuges im Bahnhof Stadthagen per Durchsage aufgefordert worden, den Zug zu wechseln und in einen wenig später nachfolgenden Zug der Westfalenbahn umzusteigen. Mit den Verspätungen könne zumindest er leben, da er mit seinen Arbeitszeiten flexibel ist. „Am schlimmsten aber ist die Kälte, die überall durchkriecht“, beschwerte er sich: „Es dauert Stunden, bis man wieder durchgewärmt ist. Da wird man krank.“ Von den Verspätungen seien anderen Pendler dagegen erheblich mehr betroffen, so Müller. Sie hätten zum Teil Probleme mit ihren Arbeitgebern.

 Aufgrund seiner Tätigkeit als Ratsherr sei er wiederholt von anderen Pendlern aus Bückeburg angesprochen worden, die ihm ihre Probleme und auch die Verspätungen sowie technischen Schwierigkeiten mit anderen Zügen zu anderen Fahrzeiten geschildert hätten, so Müller weiter. „Wenn die Westfalenbahn die Probleme nicht sehr schnell in den Griff bekommt, werde ich in den Bückeburger Rat eine Resolution einbringen.“ Denn: Auf schriftliche Beschwerden habe die Westfalenbahn bis heute nicht reagiert.

 Die Westfalenbahn teilte auf Anfrage dieser Zeitung mit, dass sie die Schilderungen über die Aktivierung der Klimaanlagen in ihren Zügen bis hin zur Kühlung unter die gegebene Außentemperatur nicht bestätigen könne. Bei vielen der eingesetzten sogenannten „KISS Doppelstock-Triebwagen“ entstünden „gelegentlich“ sogenannte Klimazonen. Dies bedeute, dass manche Teile der Züge wärmer beziehungsweise kälter sind als andere: „Diese Temperaturunterschiede werden – häufig zur Winterzeit – oftmals extremer wahrgenommen, als sie eigentlich sind.“ Oft helfe es, einen Wagenteil weiter Platz zunehmen. Der Hersteller sowie die Instandhaltung der Westfalenbahn arbeiteten intensiv daran, diese Zonen zu beseitigen.

 Zum Langsamer-Werden beziehungsweise zu den längeren Stopps in Bahnhöfen teilte die Westfalenbahn mit, dass sie sich „von vereinzelt auftretenden technischen Problemen“ nicht freisprechen könne. Jedoch sei die Sicherheit der Fahrgäste in solchen Situationen nicht gefährdet. Eine Fahrt mit gedrosselter Geschwindigkeit habe nicht immer einen betriebsbedingten Hintergrund. Es könne vorkommen, dass die Triebfahrzeugführer aufgrund vieler unterschiedlicher Faktoren auf Sicht fahren müssen. Das Stehenbleiben von Zügen auf offener Strecke sei sehr unwahrscheinlich. Falls es jedoch zu solch einem Falle kommt, werde die Leitstelle davon informiert, um gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen und den Fahrverkehr wieder aufzunehmen. Auch dabei sei die Sicherheit der Fahrgäste nicht gefährdet.

 Und: Schriftlich eingereichten Beschwerden würden generell immer bearbeitet und beantwortet. Um den bestehenden Sachverhalt gründlich zu prüfen, bedürfe es etwas Zeit; generell etwa sieben Tage Bearbeitungszeit. rc 

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