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Herrenloser Koffer löst Polizeieinsatz aus

BÜCKEBURG Herrenloser Koffer löst Polizeieinsatz aus

Ein schwarzer Koffer, der an einem Stromverteilerkasten an der Bergdorfer Straße/Ecke Fürst-Ernst-Straße abgestellt worden war, hat am Mittwochmorgen zu einem größeren Einsatz der Polizei geführt.

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Dieser Koffer löste einen Polizeieinsatz aus.

Quelle: Polizei

BÜCKEBURG. Gemeldet worden war dem Kommissariat Bückeburg der auffällige Gegenstand von einer aufmerksamen Autofahrerin, die kurz vor 8 Uhr mit ihrem Wagen an dieser Stelle vorbeigefahren war und sich über den Koffer gewundert hatte.

Die Polizeiwache schickte daraufhin sofort eine Einsatzwagenbesatzung in die Bergdorfer Straße, die den verdächtigen Gegenstand in Augenschein nahm und den Bereich um das Gepäckstück aus Sicherheitsgründen weiträumig absperrte: „Vonseiten der Einsatzkräfte konnte bei der Begutachtung des Koffers nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um eine unkonventionelle Spreng- oder Brandvorrichtung handeln könnte“, berichtet Matthias Auer, der Pressesprecher der Bückeburger Polizei.

Da der Inhalt des Koffers von außen nicht einsehbar gewesen sei, habe man ein sogenanntes Delaborier-Team aus Hannover und einen Sprengstoffspürhund aus Nienburg angefordert.

Statt Sprengstoff alte Wäsche

Die auf die Entschärfung von Bomben spezialisierten Delaborierer untersuchten den Koffer dann mittels eines mobilen Röntgengerätes, um herauszufinden, ob der Inhalt möglicherweise gefährlich sein könnte. Dabei stellte sich jedoch schnell heraus, dass von dem Koffer keine Gefahr ausging, sodass der Sprengstoffspürhund nicht zum Einsatz kam und die Beamten den Koffer von Hand öffneten. Darin fanden sie lediglich alte Wäsche vor, die – so Auer – „vermutlich mitsamt dem Gepäckstück entsorgt werden sollte“. Die vorsorgliche Teilsperrung der Bergdorfer Straße und der Fürst-Ernst-Straße konnte daher um 10.15 Uhr wieder aufgehoben werden.

Die Arbeit der Polizei ist damit allerdings noch nicht zu Ende. Denn nun gilt es, den Koffer der Marke „Samsonite“ und dessen Inhalt auf verwertbare Spuren zu untersuchen, die dazu dienen können, denjenigen zu ermitteln, der den Koffer an dem Stromverteilerkasten abgestellt hat. Sollte der Verursacher des Polizeieinsatzes gefunden werden, könne dieser nämlich hinsichtlich der dafür entstandenen Kosten schadenersatzpflichtig gemacht werden.

Richtig verhalten hat sich übrigens die Autofahrerin, die den verdächtigen Koffer bei der Polizei gemeldet hatte, so Auer. Denn auch wenn von diesem Koffer keine Gefahr ausging, sollten sich Bürger lieber einmal mehr als einmal zu wenig bei der Polizei melden, wenn ihnen etwas merkwürdig vorkommt. wk

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