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Bückeburg Stadt Herzenswärme gegen die Autobahn-Hölle
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Herzenswärme gegen die Autobahn-Hölle
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00:16 16.12.2012
Dicht an dicht lauscht das Publikum vor der Stadtkirchenbühne den Darbietungen der Vollblutmusiker. Quelle: bus
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Bückeburg (bus)

Und obendrein versprachen Temperaturen um den Gefrierpunkt und Niederschläge, die sich nicht entscheiden konnten, ob sie Flocken oder Tropfen sein wollten, einen eher ungemütlichen Vorabend.

 Burkes Fehlen hatte zur Folge, dass die auf der Stadtkirchenbühne agierende Gruppe einen großen Teil ihrer neu einstudierten Lieder nicht zu Gehör bringen konnte. „Wir haben einfach improvisiert und ohne eine vorher festgelegte Programmfolge gesungen“, erläuterte die im Freundeskreis liebevoll „Pau“ gerufene Vollblutsängerin. Überdies stellte sie in der Pause zur eigenen Überraschung fest: „Ich habe ja fast eine Stunde durchgesungen.“ Was freilich im kräftig applaudierenden Publikum, das so in den Genuss zahlreicher Soul- und Gospelklassiker sowie der Premiere von „Big Mama & the Golden Five“ gekommen war, kaum jemanden gestört haben dürfte.

 Auch das Ausscheiden des Sängers Orlando „O. J.“ Jimenez, der sich im Kreis der „Golden Six“-Freunde großer Beliebtheit erfreute und durch Ray Botenga ersetzt wurde, nahm das Auditorium recht unaufgeregt zur Kenntnis. Die verbliebenen Mama-Mitstreiter Debrah A. Marquardt, Joe Burke (der die Ex-Residenz in der Mitte des zweiten Auftrittsteils erreichte), Patrick Omoregbe, Valentine Ifebuzor und (der an den Keyboards einmal mehr in allen Belangen überzeugende) Klaus Henatsch überzeugten – mal einzeln interpretierend, mal als glänzend harmonierende Chorsänger – die Zuhörerschaft auch in der aktuellen Zusammensetzung auf der ganzen Linie.

 Hinzu kam, dass die Mischung aus feinfühlig-sensiblen und beinahe ungestüm-fetzigen Vorträgen den vorweihnachtlichen Nerv der Besucher traf. Ob „Mighty High“, „Lord, I wanna thank You“, „Higher and higher“ oder die als Zugabe spendierten Titel „He’s got the whole World in his Hands“ und „Oh, happy Day“ – immer wieder reagierten die Gäste der vom „Bistro“ präsentierten Veranstaltung mit großer Begeisterung und reichlich Beifall. Vor allen Dingen, als „Big Mama“ das Publikum zu einem Wechselgesang auf das Wort „Zugabe“ animierte, war die in 13 Jahren zwischen Künstlern und Zuhörern gewachsene Verbundenheit deutlich spürbar.

 Zu diesem Zeitpunkt hatten die Niederschläge längst die Entscheidung getroffen, sich vollends zu verabschieden. Und auch die Thermometeranzeige war um mindestens ein Grad höher geklettert. Immer wieder erstaunlich, was Herzenswärme bewirken kann.

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