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Bückeburg Stadt Heufahrer à la francaise
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Heufahrer à la francaise
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00:18 20.07.2013
 Französisch-deutsche Reisegruppe vor der Dampfeisenbahn „Transvap“. Quelle: pr.
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Bückeburg

Alte Freundschaften wurden aufgefrischt, neue geschlossen.

 Unter Umfahrung der staugefährdeten Metropole Paris erreichten alle wohlbehalten nach knapp elfstündiger Fahrt die Stadt Sablé sur Sarthe, wo die Franzosen schon ihre deutschen Freunde erwarteten. Nach fröhlichem „Hallo“ und vielen Begrüßungsküsschen verteilte man sich auf die einzelnen Familien, wo schon ein vorbereitetes Abendessen bei lebhaften Gesprächen wartete.

 Der nächste Vormittag war für individuelle Aktivitäten in den Familien eingeplant, bevor die offizielle Begrüßung durch Bürgermeister Marc Joulaud stattfand. Weitere Teilnehmer außer den Gastgebern und ihren Gästen waren die Mitglieder des Stadtrats, Danielle Hocdé und Andrée Castel, sowie der Initiator der Partnerschaft, Jean Pinon, und Armelle Rivoallan, die Schwester des ehemaligen Bürgermeisters Joel Le Theule. Für die Freundeskreise Sablé und Bückeburg dankten deren Vorsitzende, Raymond Galloyer und Andrea Tiedemann-Malek, für die Unterstützung durch die Stadt.

 Die nächsten Tage waren geprägt von persönlichen Kontakten und interessanten Ausflügen. Mit dem Bus ging es zum Beispiel zu einem Bauernhof, der sich auf die Herstellung traditioneller Entenfleischprodukte spezialisiert hat. Bei einem gemeinsamen Frühstück konnten sich alle von der Qualität und dem Wohlgeschmack der Hofprodukte überzeugen.

 Dampfeisenbahnfreunde kamen in Connérré zu ihrem Vergnügen. Ähnlich wie hiesige Eisenbahnmuseumsfreunde werden auch dort alte Lokomotiven und ein Wagenpark mit viel Enthusiasmus repariert und gepflegt. Bei einer einstündigen Fahrt mit einer mächtig rauchenden kleinen Dampflok ging es nach Prevelle. Bei lebhaften, überwiegend in französischer Sprache geführten Gesprächen ging es weiter zum Schlosspark von Bonnétable. Der dortige ehemalige Gemüsegarten, der früher die Schlossbewohner mit frischem Grün versorgte, ist durch überwiegend ehrenamtliches Engagement wieder zu einem ökologisch orientierten Obst- und Gemüsegarten gestaltet worden, dessen Produkte im Sommer und Herbst an die Bevölkerung verkauft werden.

 Ein Tag war wieder der individuellen Gestaltung in den Familien reserviert, bevor am Abend im Golfrestaurant in stilvollem Rahmen der letzte gemeinsame Abend mit leckerem Essen, etlichen Darbietungen von französischer und deutscher Seite und gelöster Stimmung gefeiert wurde.

 „Der unkomplizierte Umgang miteinander und die Herzlichkeit auf beiden Seiten sind eine gute Basis für diese gelebte Völkerverständigung,“ bilanziert Astrid Härms vom Festausschuss in einer Pressemitteilung.

 Doch für die deutsche Gruppe war die Reise nach Frankreich noch nicht mit der Abfahrt aus Sablé zu Ende. Auf allgemeinen Wunsch wurden noch zwei Verlängerungstage in der Stadt Amiens verbracht, um unter anderem die dortige riesige Kathedrale (Weltkulturerbe) , die Altstadt, die schwimmenden Gärten „Les Hortillonages“ bei einer Kahnfahrt und das Jules-Verne-Museum sowie im Ortsteil St. Acheul die Fundstätte von steinzeitlichen Faustkeilen zu besichtigen.

 Die gelungene Reise mit ihren freundschaftlichen Kontakten weckte die Vorfreude auf den nächsten Besuch der französischen Freunde im kommenden Jahr, waren sich die Mitglieder des Freundeskreises einig.red

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