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Hochkarätige Stars im Schloss Bückeburg

Göring-Drama wird in der Ex-Residenzstadt gedreht Hochkarätige Stars im Schloss Bückeburg

Wieder einmal wird auf Schloss Bückeburg ein hochkarätig besetzter Film mit hochkarätigen Stars gedreht: „Der gute Göring“. NDR und BR drehen das Doku-Drama um den Bruder des Nazi-Verbrechers.

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Auf Schloss Bückeburg wird derzeit von NDR und BR das Doku-Drama „Der gute Göring“ gedreht. Es erzählt die Geschichte des Brüderpaares, gespielt von Francis Fulton-Smith (rechts) und Barnaby Metschurat (links).

Quelle: NDR/Beate Wätzel

Bückeburg/Hamburg. Die Hauptrolle spielen Francis Fulton-Smith, Barnaby Metschurat, Natalia Wörner und Anna Schudt, die derzeit immer mal wieder in Bückeburg anzutreffen sind.

 Der eine war überzeugter Nazi der ersten Stunde, bekannt als die Nummer zwei nach Adolf Hitler: Hermann Göring. Der andere rettete zahllose Menschen vor der Todesmaschine der Nazis, verschaffte ihnen falsche Pässe und finanzierte Widerstandsorganisationen: Albert Göring, der jüngere und bisher nahezu unbekannte Bruder. Das Doku-Drama „Der gute Göring“ (Arbeitstitel) erzählt die Geschichte des Brüderpaares, gespielt von Fulton-Smith und Metschurat, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Weitere Darsteller sind unter anderem Wörner (Henny Porten) und Schudt (Emmy Göring). Kai Christiansen („Ein blinder Held – Die Liebe des Otto Weidt“) dreht die Spielszenen noch bis zum 30. April in Bückeburg und Wolfenbüttel. Das Buch für das Doku-Drama schrieben Gerhard Spörl und Jörg Brückner.

 Ergänzt wird der Film durch Interviews mit Angehörigen wie Elisabeth Göring, der Tochter von Albert Göring, und Brunhilde Löhner, der Stieftochter von Albert Göring. Dazu kommen Gespräche unter anderem mit Irena Steinfeldt, der Direktorin der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Dort liegt der Antrag vor, Albert Göring als Gerechten unter den Völkern anzuerkennen. Zu Wort kommen nach NDR-Angaben auch Angehörige von Menschen, die Albert Göring ihr Leben verdanken. In historischen Archivaufnahmen – darunter bislang unbekannte Dokumente aus Prag über Rettungstaten von Albert Göring und Material über die Verhöre Albert Görings in amerikanischer Gefangenschaft – ersteht das Leben der beiden Brüder wieder auf.

 „Es ist gerade heute wieder enorm wichtig, den jungen Generationen zu zeigen, wie die Architektur von Macht und Machtmissbrauch in der Gesellschaft funktioniert“, betont Fulton-Smith. Und Metschurat ergänzt: „Für mich ist es eines der genauesten und überraschendsten Drehbücher seit Jahren.“ Gedenkstätten-Leiterin Steinfeld lobt eine besondere Dimension dieses Films: „Irgendetwas in diesen Geschichten gibt uns die Hoffnung, dass die Menschheit auch anders handeln kann und dass nicht alles schwarz war.“ Produzent Matthias Martens sieht noch ein weites Feld, das es zu beackern gilt: „Viele historisch interessante Geschichten sind offenbar noch nicht erzählt.“

 Das Doku-Drama beleuchtet das Verhältnis der beiden Brüder zueinander in fünf Akten. Sie zeigen die Görings an unterschiedlichen Stationen ihres Lebensweges. So trifft am Anfang ein gefallener Pilot und Fliegerheld ohne Perspektive auf einen Ingenieur mit Zukunft. Jahre später ist der eine ein prunksüchtiger Nazi-Fürst, der andere ein Heimatloser, wieder später einer ein Mörder, der andere ein Retter. Ein Entmachteter trifft auf einen Machtverächter – und schließlich, bei ihrer letzten Begegnung in einem alliierten Gefängnis, ein Verlierer auf einen Verlierer: Albert kommt erst nach vielen Jahren aus der amerikanischen Haft frei, die Ermittler glauben ihm die Geschichten von den geretteten Juden nicht. Er stirbt mittellos 1966 mit 71 Jahren.

r, rc

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