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Hochwasserschutz kommt

Bückeburg / Projekt Hochwasserschutz kommt

Im August 2002 kam das erste Hochwasser und setzte Keller und Straßen unter Wasser, im Sommer des vergangenen Jahres folgte das zweite. Und wieder hieß es in Rusbend und den umliegenden Ortsteilen „Land unter“ – auch, weil es in den vergangenen knapp zehn Jahren nicht geschafft worden war, einen wirksamen Hochwasserschutz zu installieren.

Bückeburg (rc). Mal wollten die Landwirte nicht, dass ihre Flächen mit einem kleinen Wall quasi eingedeicht werden, um das Hochwasser zurückzuhalten – im Übrigen die kostengünstigste und effektivste Lösung. Mal wollte das Land Niedersachsen nicht, weil im Topf für den Hochwasserschutz schlicht und ergreifend Ebbe herrschte.

Nun aber ist eine Lösung greifbar nahe. Denn nach diversen Absagen hat die Stadt die Initiative ergriffen und will den Hochwasserschutz selbst in die Hand nehmen: zum einen finanziert aus eigenen Mitteln, zum anderen aus dem Topf der „Leader“-Projekte, die einen Teil der geplanten Maßnahmen als förderungswürdig anerkannt haben. Das berichtete Baubereichsleiter Jörg Klostermann im Bau- und Umweltausschuss, der erneut über den Hochwasserschutz in Rusbend beriet und einstimmig für das Projekt stimmte – auch wenn weiterhin eine Finanzierungslücke von rund 30.000 Euro klafft.

Wie der Ausschussvorsitzende Bernd Insinger (SPD) vorrechnete, sind 45 000 Euro im Haushalt verankert, weitere 24.000 Euro kommen aus dem „Leader“-Projekttopf. Mit diesem Geld können noch in diesem Jahr zumindest alle baulichen Dinge erledigt werden: das Ausheben und Verlegen von Gräben, die Verwallung von Ausgleichsflächen, der Bau einer Entlastungsmulde, die Schaffung von Rohrverbindungen, der Bau eines Erdwalls am Kirchweg, die Verbesserung der Vorflut und die Ableitung der Hochwasserwelle.

Die Finanzierungslücke wird zunächst dadurch geschlossen, dass die Feuerwehr Rusbend nicht mit weiteren Pumpen und Schläuchen ausgestattet wird, um für den Notfall besser gerüstet zu sein. Darauf wird – in Absprache mit Feuerwehr und Ortsrat – verzichtet, wohl auch in der Hoffnung, dass die umgesetzten Bauten prekäre Hochwasserlagen wie nach den Starkregenfällen im Sommer 2010 verhindern. Insinger appellierte an den Kämmerer, bei der Aufstellung des Nachtragsetats noch mehr Geld zusammenzukratzen.

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