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Hockey-Club: Trainer und Betreuer fehlen

Bückeburg Hockey-Club: Trainer und Betreuer fehlen

Beim Bückeburger Hockey-Club (BHC) schaut man mit sorgenvoller Miene in die Zukunft. Zwar kann der 2002 gegründete Verein zum jetzigen Zeitpunkt noch alle seine Aufgaben bewältigen, doch für die Zukunft stehen dem Verein nach Meinung seines derzeitigen Präsidiums schwere Zeiten ins Haus.

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Fröhliche Gesichter trotz sorgenvoller Zukunft: Vizepräsident Patrick Zoberbier, Vizepräsidentin Iris Gnieser und Präsident Axel Bode.

Quelle: jp

Bückeburg. Mittel- und langfristig mangelt es vor allem an genügend Mitgliedern, die bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren und die diversen sportlichen und organisatorischen Herausforderungen zu stemmen.

Vizepräsident Patrick Zoberbier nutzte daher die jüngste Hauptversammlung im „Jetenburger Hof“ zu einem flammenden Appell an alle Mitglieder, sich für den BHC stärker ins Zeug zu legen. „Wir haben zu wenige Trainer, Betreuer und Funktionäre“, so Zoberbier. „Daher habe ich wirklich Angst, dass der Verein in dieser Form nicht mehr lange existiert.“ Derzeit seien zu wenige bereit, Verantwortung zu übernehmen. Zoberbier: „Es sind immer die gleichen, die sich den Hintern aufreißen. Aber das können auch andere.“

Dabei kneift es nicht nur bei den Ehrenamtlichen. Auch die Mitgliederentwicklung löst derzeit keine Freudenstürme aus: Zwar konnte der Bückeburger Hockey-Club 2014 seinen Bestand mit 134 Mitgliedern gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant halten, doch über einen längeren Zeitraum betrachtet zeigt die Kurve klar nach unten. Zum Vergleich: 2009 zählte der BHC noch mehr als 200 Mitglieder. „Ihr alle kennt den Trend, und der ist nicht gut“, mahnte Zoberbier.

Setze sich diese Entwicklung fort, sei der Verein über kurz oder lang nicht mehr überlebensfähig. „Wenn es so weitergeht, können wir den Verein irgendwann abwickeln. Wir sprechen da von einem Zeitraum von zwei bis fünf Jahren.“ Auch finanziell ist der Klub alles andere als auf Rosen gebettet, insbesondere aufgrund seiner langfristigen Verpflichtung für den Kunstrasenplatz. Daher Zoberbiers eindringlicher Weckruf an seine Vereinskameraden: „Egal, was ihr könnt, helft dem Verein. Ich möchte nicht, dass unser Klub irgendwann als Sparte eines großen Sportvereins endet.“ Gebraucht werde jeder, ob als Trainer, Mannschaftsbetreuer, Funktionär oder um Sponsorengelder einzuwerben.

Erfolg hatte der Bückeburger Hockey-Club im Jahr 2014 immerhin bei seiner Nachwuchsarbeit. So folgten auf eine mehrtägige Aktivität des Vereins an der Grundschule Kleinenbremen gleich mehrere Neuanmeldungen. Solche „Hockeytage“ wolle man daher unbedingt mit weiteren Grundschulen der Region wiederholen, kündigte Iris Gnieser, Vizepräsidentin Jugend, an. Als große Anerkennung wertete sie, dass der Deutsche Hockeybund (DHB) im Sommer dieses Jahres in Bückeburg einen Hockey-Scout-Lehrgang durchführt. Dabei werden Ehrenamtliche darin ausgebildet, die Kinder und Jugendlichen mit dem Sport vertraut zu machen. Iris Gnieser: „Das ist wirklich eine große Anerkennung unserer Arbeit durch den DHB und zugleich eine tolle Chance, Bückeburg und unseren Verein zu präsentieren.“

Außerdem möchte sich der Verein an der „Stadtwette“ bei der Sommertour von NDR Niedersachsen am 22. August auf dem Bückeburger Marktplatz beteiligen. Zoberbier: „Das ist wirklich eine Riesenchance, uns einer ganz großen Öffentlichkeit vorzustellen.“ jp

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