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„Hofwiesen“: BI erneut in Sorge

Kommunalwahl „Hofwiesen“: BI erneut in Sorge

Aus den Schlagzeilen sind die Hofwiesen verschwunden, nicht jedoch aus dem Bewusstsein der Bürgerinitiative (BI) zum Schutz der Hofwiesen. Und die BI fragte deshalb jetzt offiziell bei allen Bückeburger Parteien an, ob sie auch nach der Kommunalwahl zu ihrer Ablehnung einer Hofwiesenbebauung stünden.

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Im Frühjahr lehnten alle Bückeburger Parteien eine Bebauung der Hofwiesen geschlossen ab. Nach der Kommunalwahl am 11. September wollen sie dabei bleiben.

Quelle: jp

Bückeburg. Die Antwort lautet: Sie tun es. Zur Erinnerung: Anfang März hatten Pläne für ein Mehrgenerationenhaus in den Hofwiesen einen Proteststurm ausgelöst. In Leserbriefen und Facebook-Kommentaren attackierten viele Bürger das Vorhaben und warfen dem Betreiberverein vor, den öffentlich erklärten gemeinnützigen Zweck vorgeschoben zu haben, in Wahrheit aber wirtschaftliche Interessen zu verfolgen.

Die wieder gegründete Bürgerinitiative zum Schutz der Hofwiesen, die sich 18 Jahre zuvor erfolgreich gegen den Bau von Altenwohnungen an gleicher Stelle gestemmt hatte, sammelte mehr als 700 Unterschriften gegen das Projekt.

Zustimmung verweigert

Alle Bückeburger Parteien hatten darauf dem Bauplatz geschlossen ihre Zustimmung verweigert, zugleich aber angekündigt, dem Betreiberverein bei der Suche nach einem Alternativgrundstück zu helfen. Auch die Bürgerinitiative hatte dem Verein mehrmals ihre Unterstützung offeriert.

Jetzt, vier Monate später, seien viele besorgte Nachfragen aus der Bevölkerung gekommen, wen man am 11. September wählen könne, um den Schutz der Hofwiesen weiter zu gewährleisten, erklärte BI-Sprecher Ernst-Udo Hartmann. Und sie stellte deshalb den Parteien schriftlich die Gretchenfrage: Wie haltet Ihr’s nach der Kommunalwahl mit den Hofwiesen? Und diese antworteten prompt und ließen keinen Zweifel daran, dass sie zu ihren im Frühjahr gegebenen Zusagen stehen.

Vertreter bleiben bei Entscheidung

Die Vertreter der beiden großen Parteien machten es kurz: Die SPD-Fraktion habe sich damals gegen die Bebauung entschieden und werde dabei bleiben, so Fraktionschef Bernd Insinger. CDU-Fraktionschef Axel Wohlgemut bestätigte gegenüber Hartmann die bereits im April von Stadtverbandschef Hermann Kempf erklärte Haltung der Union, einer Aufhebung des Landschaftsschutzes in den Hofwiesen keinesfalls zuzustimmen.

Er sei „ganz klar für den Schutz dieser schönen Fläche“, sagte der FDP-Kandidat Hendrik Tesche. Einen „ökologisch hochwertigen Naturerlebnis- und Erholungsraum, der von vielen Bückeburgern genutzt und wertgeschätzt wird“, nannte die Grünen-Vorsitzende Cornelia Laasch die Hofwiesen: „Wir werden uns auch weiterhin gegen eine Herausnahme aus dem Landschaftsschutz und gegen jegliche Bebauung einsetzen.“

"Standort vom Tisch"

Das sah auch Andreas-Paul Schöniger (WIR für Bückeburg) so: „Der Standort Hofwiesen ist vom Tisch. Jegliche Bergehrlichkeiten der Bebauung in Zukunft werden wir nicht akzeptieren.“ Raimund Leonhard, Vorsitzender der Bürger für Bückeburg, verwies auf das Programm seiner Gruppierung: Dort werde der „Erhalt der Struktur der Heimat“ betont, was den Schutz der Hofwiesen mit einschließe.

Nach wie vor zeigen die Parteien in Sachen Hofwiesen also klare Kante. Aber was für eine Wahlempfehlung kann die Bürgerinitiative denn dann für die Kommunalwahl aussprechen? „Am wichtigsten ist es, überhaupt wählen zu gehen“, lautet die Botschaft von Hartmann. „Denn nur wer wählen geht, hat in einem demokratischen Miteinander die Möglichkeit zur Mitbestimmung.“

Und dann rät der Sprecher der Bürgerinitiative dazu, bei der Stimmabgabe nicht nur auf die Partei, sondern auf den Kandidaten selbst zu schauen: „Wählen sollte man bei einer Kommunalwahl jemanden, den man persönlich kennt, dem man vertraut, und dem man eine konsequente Haltung zur Frage der Hofwiesen zutraut. Der Wähler sollte sich auch nicht scheuen, den Kandidaten auf seine Haltung zu den Hofwiesen direkt anzusprechen und ihm klarzumachen: Nach der Wahl ist vor der Wahl.“ jp

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