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Hommage an das Weserbergland in Bildern

Bückeburg Hommage an das Weserbergland in Bildern

„In den Aquarellen spürt man eine ganz persönliche, in Bildern ausgedrückte Hommage an das Weserbergland“, hat Dr. Anke Twachtmann-Schlichter mit Blick auf die Arbeiten von Wolfgang Heinrich zum Ausdruck gebracht.

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Anke Twachtmann-Schlichter und Wolfgang Heinrich während der Ausstellungseröffnung.

Bückeburg. Aus den „liebevollen Beschreibungen von Landschaft und Bauwerken“ sprühe „die Begeisterung für die Farben und die Formen der Natur“. Die Worte der Leiterin des Museums würdigten einen Künstler, dem größere Häuser – in Berlin oder London beispielsweise – nicht fremd sind. Jetzt gastiert Heinrich bis Sonntag, 24. Juni, in Bückeburg.

Die Ausstellung „Landschaften an der Weser“ zeigt im ehemaligen Trachtenausstellungsraum 20 Aquarelle, deren Motive den meisten Betrachtern bekannt sein dürften. „Man kann vieles wiedererkennen“, meinte Twachtmann-Schlichter. Hameln und das Hermannsdenkmal tauchen ebenso auf wie die Schaumburg und das Porta-Denkmal und Landschaftsszenen aus Rinteln, Hausberge und Petershagen. Vorteilhaft für die Besucher: Wo früher Trachten im Halbdunkel standen, flutet heute jede Menge Licht durch die offen gelegten Utlucht-Fenster in den Ausstellungsraum.

Wolfgang Heinrich gilt als Maler im klassischen Sinn des Begriffes. „In seinen Bildern dokumentiert sich der sensible Farbenkünstler“, schreiben die Rezensenten. Sein Hauptanliegen sei immer die Gestaltung der Farbe. Das Landschaftsbild als Form menschlichen Naturerlebens zählt zu den Leitmotiven des 1928 in Berlin geborenen und seit 1958 in Herford lebenden Künstlers. Er ist sich über all die Jahre treu geblieben und hat gegen schnelllebige künstlerische Trends seinen eigenen Weg verfolgt. In den zurückliegenden 65 Jahren sind die Inhalte seiner Arbeiten zwar gleich geblieben, haben sich aber dennoch weiterentwickelt. Wenn die Landschaftsmalerei in Deutschland selbst bis in die expressiven und abstrahierenden Tendenzen unserer Zeit hinein mehr vom geistig-analytischen Erfassen der Natur geprägt war, so ging und geht es Heinrich immer um deren sinnliches und auch seelisches Erlebnis.

 „Meine persönliche Motivwahl und Ausdruckssuche hat ihre Begründung in dem Vertrauen darauf, dass die sinnlichen Kräfte der Menschen an Gültigkeit nichts verloren haben“, sagte der Herforder während der gut besuchten Ausstellungseröffnung. „Für mich erscheint es erstrebenswert, der Schönheit der Natur und des Gebauten, der Landschaft der Heimat einen neuen Stellenwert zu geben, das Sehen anzuregen, sinnliche Verluste zu überwinden sowie die Natur zurückzugewinnen und zu bewahren.“

Wo ein Landschaftsmaler seine Staffelei aufstelle, schilderte Heinrich seine Erfahrungen, entdeckten auch eilige Wanderer das Malerische. „Sie schauen bewusster und genießen den reizvollen Anblick.“ Zudem solle nicht unerwähnt bleiben, dass der Landschaftsmaler ein Symbol für friedliche Absichten darstelle. „Deshalb darf man sagen, dass er im Gegensatz zum Fotografen überall gern gesehen ist.“ Er habe 1968 in Bagdad erlebt, dass Soldaten seine Arbeit freundlich beobachteten und ihn auf vergessene Kleinigkeiten hinwiesen.

Der Landschaftsmaler sei ein Augenmensch, führte Heinrich aus. „Er beobachtet die Natur und ihre Erscheinungen.“ Landschaftsmalerei komme einem Bekenntnis zur Natur, zu Ursprünglichkeit und damit zum Leben gleich. „Sie ist das Festhalten eines beeindruckenden Ausblicks in die Natur, einer ungewöhnlichen Stimmung.“ Jede Landschaft besitze ihren besonderen Charakter. „Wem die Natur ihr offenes Geheimnis zu enthüllen anfängt“, habe bereits Johann Wolfgang Goethe erkannt, „der empfindet eine unwiderstehliche Sehnsucht nach ihrer würdigsten Auslegerin, der Kunst.“

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