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Bückeburg Stadt Homosexuelle kirchlich trauen?
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00:17 19.06.2017
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Bückeburg

Da – bezogen auf die Pastoren – eine „Freiheit der Gewissensentscheidung besteht“, sei es zwar möglich, dass ein Pastor aus Gewissensgründen solch eine Segnung ablehne. „Aber es wird keiner abgewiesen“, versicherte der Landesbischof. Wichtig ist der Landeskirche in dieser Frage, so Manzke, eine „gemeinsame Position“ zu finden. Auf dem Weg dorthin hatte der Theologische Ausschuss gemeinsam mit den Gemeindekirchenräten im April dieses Jahres einen „Studientag“ abgehalten.

Im Ergebnis sei man übereingekommen, dieses Thema – bei dem eine Kontroverse da sei – inhaltlich zu vertiefen und weiter zu beraten, um dies dann „in angemessener Weise anzugehen“, berichtete der Ausschussvorsitzende Günter Fischer.

In diesem Kontext betonte er, dass die Landeskirche „an der Seite der Schwachen“ stehe. Wichtig sei zudem, dass man die Heiratswünsche homosexueller Paare „ernst nimmt und nicht stammtischartig wegblockt“.

Die Synode hat eine Änderung ihres Kirchengesetzes beschlossen. Konkret geht es um die Regelungen zur Bildung der Gemeindekirchenräte und Kirchenvorstände. Zum Paragrafen 7, „Wählbarkeit“, ist nun ein Passus in das Gesetz mit aufgenommen worden, nach dem nicht in den Gemeindekirchenrat gewählt werden kann, „wer Mitglied in Gruppierungen, Organisationen oder Parteien ist, die sich gegen Schrift und Bekenntnis oder die freiheitlich demokratische Grundordnung richten, oder wer diese Gruppierungen, Organisationen oder Parteien aktiv unterstützt“.

Auf Nachfrage erklärte Landesbischof Manzke hierzu, dass eine bloße Mitgliedschaft in der Partei „Alternative für Deutschland (AfD)“ nicht per se einer Wahl in den Gemeindekirchenrat entgegenstehe. Allerdings gebe es „Aussagen Einzelner, die schwierig mit unseren theologischen Grundaussagen vereinbar“ seien, ergänzte Manzke. Und eben solche Personen seien nun von der Wahl in den Gemeindekirchenrat ausgeschlossen.

wk

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