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Bückeburg Stadt Hüttenzauber bleibt Bückeburgs Sorgenkind
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Hüttenzauber bleibt Bückeburgs Sorgenkind
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00:26 10.03.2018
Umrahmt von den frisch gewählten Vorständen Markus Metschke (von links), Nils Vogt, Giovanni di Noto und Annika Tadge wurde „Goldstück“ Bettina Remmert (Mitte) geehrt. Quelle: rc
Bückeburg

Mit einem teilweise veränderten Vorstandsteam wird das Bückeburger Stadtmarketing (BSM) die Aufgaben des Jahres 2018 in Angriff nehmen.

Für Bettina Remmert, die ausscheidet, weil die Wirtschaftsförderin der Stadt Bückeburg zum Landkreis Hameln-Pyrmont wechselt, wurde ihre Nachfolgerin Annika Tadge neu in den Vorstand gewählt, ebenso Karsten Höbbel, der die Aufgaben von Wolfgang Weber übernimmt, der sich bisher um die Kasse gekümmert hat. Ebenso einstimmig wählten die 24 anwesenden Mitglieder auf der Hauptversammlung am Mittwochabend erneut Giovanni di Noto, Nils Vogt und Markus Metschke in den Vorstand.

Hüttenzauber wird stark bezuschusst

In ihrem letzten Abschlussbericht musste Bettina Remmert verkünden, dass der Verein im vergangenen Jahr ein Minus von knapp 13.000 Euro eingefahren hat. Einnahmen von rund 123.000 Euro standen Ausgaben von rund 136.000 Euro gegenüber. Da der Verein aus dem Jahr 2016 ein Polster von 22.000 Euro hat, ist die Liquidität „noch“ gegeben, wie Remmert feststellte.

Größter Verlustbringer war einmal mehr der Hüttenzauber, der jährliche Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone. Mit den Standgebühren konnten Einnahmen von knapp 1700 Euro generiert werden, denen Ausgaben in Höhe von rund 15.000 Euro für Aufbau, Bühne, Rahmenprogramm und weiteren Dingen gegenüberstanden. „Unsere größte Zuschussveranstaltung, eine teure Sache wie bekannt“, stellte Remmert fest.

Ein Problem, dass Giovanni die Noto unter dem Tagesordnungspunkt Ausblick 2018 erneut aufgriff. Am Konzept des Hüttenzaubers gelte es weiter zu feilen. Die Idee, mit dem Weihnachtszauber zusammenzufließen, sei an den Finanzen gescheitert. Für 2018 müsse man noch eine Idee haben. Ein Selbstgänger ist immerhin die Autoverlosung im Rahmen des Hüttenzaubers. Für rund 12.000 Euro wurden Lose im Rahmen der Tombola verkauft, die die Ausgaben für die Preise decken.

"Bückeburg kocht über" zeitgleich mit Autoschau

Den meisten Umsatz macht das BSM im vergangenen Jahr mit der Veranstaltung „Bückeburg kocht über“, die das BSM inzwischen in Eigenregie macht. Einnahmen von knapp 44.000 Euro standen Ausgaben von rund 50.000 Euro, sodass unter dem Strich ein Minus von 6000 Euro zu verbuchen war, 2016 war es ein Minus von 10.000 Euro.

Es habe ein bisschen eingespart werden können, erinnerte Remmert daran, dass bereits an Stellschrauben gedreht worden ist: „Viel mehr geht aber nicht mehr.“ 2018 wird „kocht über“ vom 3. bis 5. August gefeiert, wieder zusammen mit der Bückeburger Autoschau.

Der Neujahrsempfang schlug mit 4200 Euro zu Buche, der Stadtball ging plus minus 0 auf, „Bückeburg on Eisstock verbuchte ein Minus von 2500 Euro, weil darüber auch die Weihnachtsbäume für die Innenstadt abgerechnet wurden. Die „Hanging Baskets“ kosten das BSM 4200 Euro, an Repräsentationskosten wurden 13.000 Euro verbucht, 12.000 Euro davon für Werbung.

Nur sechs verkaufsoffene Sonntage?

Bei der „Problematik“ der verkaufsoffenen Sonntage, so Giovanni di Noto, hat das BSM für 2018 nur sechs Veranstaltungen genehmigt bekommen. „Zwei mehr sind möglich, wenn wir einen Veranstaltungsanlass finden.“ Da die Taschen, mit denen Werbung für die Sonntage gemacht wird, bereits vor den Genehmigungen in Auftrag gegeben werden mussten, prangen darauf jetzt acht Termine.

Derzeit läuft noch ein Antrag des BSM bei der Stadt, die obere Lange Straße und die Schulstraße in Tempo-30 Zonen umzuwidmen. Entscheidungen seien noch nicht getroffen, so di Noto. Außerdem sollen an der oberen Langen Straße zwei Kurzzeitparkplätze eingerichtet werden. Weitere Diskussionen zu Problemen von Einzelhandel und Gewerbe, wie etwa Leerstand an der Langen Straße, gab es nicht.

Das soll drei bis vier Treffen im Jahr vorbehalten sein, die mit einem Event gekoppelt werden, in deren Anschluss man sich zusammensetzt und Netzwerke pflegt. Auch einen Stammtisch soll es auf Anregung von Joachim Scheffler wieder geben: „Die waren immer ganz gut, um anstehende Probleme in der Innenstadt zu besprechen." rc