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Hunderte auf nächtlichen Streifzügen

Bückeburg / Kneipennacht Hunderte auf nächtlichen Streifzügen

Nur eine Woche nach der „Langen Nacht der Kultur“ hat es wieder zeitgleich an zahlreichen Spielstätten Kultur zu erleben und vor allem zu hören gegeben, und diesmal in erster Linie musikalische.

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Boogie-Man Thomas Nowak sorgt bei der Kneipennacht im „Braukeller“ für Stimmung.

Quelle: jp

Bückeburg. Zum dritten Mal lud die Bückeburger Kneipennacht zum Streifzug von einem Live-Konzert zum nächsten. Und wieder ließen sich Hunderte Musikfans, die Gelegenheit nicht entgehen.

Der ostfriesische Veranstaltungs-Dienstleister „Gastro Events“ sorgte auch in diesem Jahr für die Logistik, angefangen von der Einbuchung der Künstler über die Werbung und den Eintrittskartenverkauf bis zum Shuttle-Bus zu den Spielstätten. Das scheinbare Manko, eine Vielzahl von Bands von weit her auf für sie unbekanntem Terrain ohne feste Fangemeinde oder Stammpublikum zu präsentieren, ist dabei das eigentliche Erfolgsrezept: Es ist vor allem der Reiz des Neuen und Unbekannten, der die Musik-Fans auf die Straße und in die diversen Kneipen bringt. So auch bei der dritten Kneipennacht in Bückeburg, wo mit der heimischen Band „Champagne“ im „Le Bistro“ die einzigen Lokalmatadoren zu finden waren.

Das musikalische Epizentrum lag dabei rund um den Marktplatz und die Fußgängerzone: Die mit Country und Rock’n’Roll aufspielenden „CopyCatz“ brachten die Stimmung in der „Alten Schlossküche“ ebenso schnell zum Kochen wie Boogie-Mann Thomas Nowak, der im „Braukeller“ das Rock’n’Roll-Piano rasen ließ. So richtig krachen ließen es „Rockfire“ aus Bremen mit Klassikern von „Iron Maiden“ bis „Led Zeppelin“ und von „The Who“ bis „Whitesnake“, wobei allein schon der völlig abgedrehte Auftritt von Leadsänger Christian Kloskowski den Besuch im Le-Theule-Saal lohnte. Rock- und Soul-Klassiker bot auch das Kölner Duo „Brackelsberg & Müllenschläder“ im „Gildestübchen“.

Dabei waren es bei weitem nicht nur Musikfans vorgerückten Alters, die dabei ihre musikalischen Jugenderinnerungen auffrischten: Auch diverse jüngere Kneipenbesucher frönten den Rhythmen. „Es macht unglaublich viel Spaß, mit dieser Musik auf eine Zeitreise zu gehen“, schwärmte Franziska Schwarze, Hofbereiterin der Fürstlichen Hofreitschule Bückeburg, beim schmissigen Auftritt der Düsseldorfer Rock’n’Roll- und Rockabilly-Spezialisten „Colly & The Steam Powlers“ in der „Falle“. „Diese Musik hat einfach unglaublich viel Klasse.“

Insgesamt zeigte sich Adam Ruta, Chef der Veranstaltungsagentur „Gastro Events“, mit Verlauf und Besucherzuspruch zufrieden. Dass die Bückeburger Kneipennacht diesmal nicht ganz so stark besucht worden sei wie im Vorjahr, führte er vor allem auf die Konkurrenz durch die beiden stark frequentierten Oktoberfeste in Rinteln und Minden zurück.

Wesentlich weniger glücklich zeigte er sich über den kurzfristigen Ausfall zweier Locations: Während der für die „Destille“ vorgesehen Auftritt der Gruppe „Latino Son“ noch in das Restaurant „Pyramide“ verlegt werden konnte, mussten die Oldie-Spezialisten „Cookie & Friends“ ihr in der „Ostalgie“ geplantes Gastspiel komplett absagen. „Gerade der Ausfall der ,Ostalgie‘ war für uns besonders ärgerlich, da uns der Betreiber bis zum Schluss in dem Glauben gelassen hat, es könne dort geöffnet werden.“

Von Johannes Pietsch

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