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IG Metall kritisiert Unternehmensführung

Fränkische Rohrwerke IG Metall kritisiert Unternehmensführung

Die IG Metall hat ihre Kritik an der Unternehmensführung der Fränkischen Rohrwerke bekräftigt. Dabei widerspricht die Gewerkschaft der Darstellung des Unternehmens, dass die IG Metall den Austritt der Rohrwerke aus dem Arbeitgeberverband provoziert habe.

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Im Februar 2015 demonstrieren mehr als 200 Beschäftigte vor den Toren der Fränkischen Rohrwerke in Bückeburg für mehr Lohn.

Quelle: Archivfoto

Bückeburg. Anlass für den offenen Brief der IG Metall Nienburg-Stadthagen an Otto Kirchner, geschäftsführender Gesellschafter der Fränkischen Rohrwerke, ist ein Schreiben Kirchners vom 10. Februar. In diesem hatte der geschäftsführende Gesellschafter der Gewerkschaft vorgeworfen, den Austritt der Fränkischen Rohrwerke aus dem Arbeitgeberverband provoziert zu haben.

Kirchner hatte sich per Schreiben an die Arbeitnehmer gewendet, da „nur wenige Mitarbeiter“ an einer Versammlung teilgenommen hatten. Anfang Februar hatte das Unternehmen die Belegschaft über den Austritt bei einer Zusammenkunft informiert. Damit ist gleichzeitig die Tarifbindung für die rund 50 Beschäftigten am Standort Bückeburg erloschen.

Die Arbeitnehmer um Thorsten Gröger von der IG Metall und Betriebsratschef Ralf Meier zeigen sich in dem Schreiben immer noch verwundert darüber, dass die IG Metall – „anders als die Presse“ – nicht direkt über den Austritt aus dem Arbeitgeberverband informiert wurde. Vielmehr seien sie von dem Schritt der Rohrwerke überrascht worden.

Kirchner wirft Gewerkschaft Verweigerungshaltung vor

Gröger und Meier verwehren sich in dem offenen Brief auch gegen die Anschuldigung, die Gewerkschaft sei nicht bereit gewesen, über eine tarifliche Sonderregelung, einen sogenannten Ergänzungstarifvertrag, für die Bückeburger Beschäftigten zu verhandeln. Während sich die IG Metall nach eigenen Angaben entsprechende Informationen über die wirtschaftliche Situation gewünscht hatte, macht Kirchner geltend, dass das Unternehmen diese Datengrundlage aus Abrechnungsgründen nicht hatte zur Verfügung stellen können. Kirchner bezichtigt die Arbeitnehmervertreter ferner, die Gespräche ohne Begründung abgebrochen und dem Wunsch nach einer Telefonkonferenz nicht entsprochen zu haben. Die IG Metall lege eine Verweigerungshaltung an den Tag, so Kirchner weiter, und sei nicht einmal auf das Angebot einer Investition in weitere Produktionslinien zur Standortsicherung eingegangen. Die Gewerkschaft bezeichnet die Anschuldigungen hingegen schlichtweg als falsch.

Rohrwerke-Chef Kirchner verweist in seinem Schreiben auch auf Verhandlungen über einen Ergänzungstarifvertrag im Stammwerk Königsberg bei Hofheim. Dort gibt es seit Jahren diese Sonderregelungen. Der Gesamtbetriebsratschef und der dortige Betriebsrat haben in den Gesprächen deutlich gemacht, die langjährige Schlechterstellung der Belegschaft im Stammwerk nicht mehr hinnehmen zu wollen. „Mögliche Äußerungen von Arbeitnehmervertretern aus Königsberg können keine Beurteilungsgröße im Rahmen von Verhandlungen über eine Tarifabweichung für Bückeburg sein“, macht die Gewerkschaft in dem offenen Brief dazu deutlich. bes

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