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Immer ein offenes Ohr für Sorgen

Bückeburg / Telefonseelsorge Immer ein offenes Ohr für Sorgen

In schwierigen Lebenssituationen hilft es, sich jemandem anzuvertrauen. Derzeit widmen sich knapp 80 ausgebildete ehrenamtliche Mitarbeitende in der Telefonseelsorge Ostwestfalen, die auch für Schaumburg zuständig ist, am Telefon und im Chat Ratsuchenden und deren Sorgen.

Bückeburg. Vor allem durch das Rund-um-die-Uhr-Angebot am Telefon bietet die Telefonseelsorge gute Möglichkeiten, Beratung und Hilfe zu erfahren oder ein seelsorgliches Gespräch zu führen. Bei einem Anruf entscheidet jeder selbst, ob der Name genannt wird. Die Rufnummer erscheint nicht bei der Telefonseelsorge, und als gebührenfreier Anruf findet sich das Gespräch auch nicht auf der Telefonrechnung.

 Tag und Nacht für Gespräche zur Verfügung zu stehen, das gelingt der Telefonseelsorge nur durch das Engagement vieler Ehrenamtlicher. „Mangel an Ehrenamtlichen darf es nicht geben!“ macht die Leiterin der Institution, Pfarrerin Petra Henning, deutlich und fährt fort: „In diesem Jahr steigt die Zahl der Anrufe deutlich, auch der Bedarf an Chatberatung nimmt von Jahr zu Jahr zu. Daher suchen wir Nachwuchs! Jetzt ist also der richtige Zeitpunkt, dass Interessierte sich melden.“

 Wer ehrenamtlich in die Telefonseelsorgearbeit einsteigen möchte, bekommt eine 15-monatige Ausbildung, der nächste Durchgang beginnt Anfang 2014. Vorhandene Kompetenzen werden erweitert, eigene Lebenserfahrungen reflektiert. Helfende Gesprächsführung wird erlernt, und durch die Beschäftigung mit psychischen Krankheitsbildern werden eventuell vorhandene Ängste zu diesen Themenbereichen abgebaut. An die Ausbildung schließt sich eine fachliche Begleitung durch Supervision und Fortbildung an.

 Wer Interesse hat, sollte das Engagement rechtzeitig planen. Zu beachten ist, dass regelmäßige Nachtdienste Bestandteil der ehrenamtlichen Tätigkeit sind und in den Alltag einplanbar sein müssen. Außer der fachlichen Seite bietet Telefonseelsorge eine lebendige Gemeinschaft von jungen und alten Menschen, in der auch spirituelle Angebote gemacht werden. Kurzum: Telefonseelsorge ist ein Ehrenamt mit Herz und Kompetenz.

 Eindrucksvoll nachgespürt werden konnte diesem Satz in diesem Sommer, als eine Ehrenamtliche für ihre über 36 jährige Mitarbeit in der Telefonseelsorge Ostwestfalen von Bundespräsident Gauck mit der Verleihung des Bundesverdienstordens geehrt wurde und es von Landrat Ralf Niermann überreicht bekam. „Wenn jemand 36 Jahre dabei bleibt, spricht das doch für den Arbeitsbereich, oder?“, stellt Petra Henning durchaus mit etwas Stolz fest.

 Eine Möglichkeit zum Kontakt mit Telefonseelsorgerinnen und Telefonseelsorgern gibt es jetzt bald: Am 8. November gibt es in der Kreuzkirche in Bünde-Ennigloh ein Benefizkonzert für die Telefonseelsorge Ostwestfalen mit der Gruppe „Fünf vor der Ehe“. In der Pause ist Zeit für Gespräche mit Mitarbeitenden der Telefonseelsorge. Kontakt:

 Interessenten an der Ausbildung melden sich bitte im Büro der Telefonseelsorge Ostwestfalen – am besten montags bis freitags zwischen 9 und 12 Uhr – unter Telefon (05731) 3185 oder per E-Mail unter ostwestfalen@telefonseelsorge.de. Internet-Adresse: www.telefonseelsorge-ostwestfalen.de r

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