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In der Niederung sammeln sich die Zugvögel

Vor dem Weg in den Süden In der Niederung sammeln sich die Zugvögel

Zumindest für die heimische Vogelwelt scheint der Sommer passé. Dieser Ansicht ist der Förderverein Bückeburger Niederung in seinem monatlich erscheinenden Newsletter über die Geschehnisse in und um die Niederung.

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Bückeburg. Viele Arten sammelten sich schon für den Rückzug, wie etwa die Stare, die derzeit in großer Zahl zu beobachten seien. „Eine Reihe von Arten wie Mauersegler oder Kuckuck haben uns schon vor einiger Zeit in Richtung Süden und Südwesten verlassen“, heißt es dort.

 Eindrucksvoll seien momentan „die großen Trupps von Störchen“ (in der Niederung mindestens 80 Tiere auf einmal Mitte August), die derzeit mit Glück noch zu sehen sind“. Es seien Vögel aus der weiteren Umgebung bis hin nach Ostdeutschland, die auf der Suche nach guten Nahrungsquellen umherstreifen.

 Eindrucksvoll seien auch, so der Förderverein, die großen Mengen an Graugänsen, momentan um die 250 Tiere, die vor allem auf den Amtmannschen Wiesen östlich des Heidornweges rasten würden. Auch Stockenten und Krickenten nähmen in ihrer Anzahl zu.

 „Am bemerkenswertesten ist aber sicherlich der gewaltige Seeadler, der nun immer wieder, vor allem in den Vormittagsstunden, die Niederung besucht.“ Eigentlich könne der Seeadler gar nicht übersehen werden: „Sein Auftauchen richtet in der Regel ein großes aufgeregtes Chaos unter den Gänsen an, die dann alle laut rufend in den Himmel steigen und vor ihrem einzigen wirklichen Feind der Lüfte fliehen – meist aber nur für nur kurze Zeit.“

 Der Förderverein weiter: „Wenn Sie also einen laut rufenden Gänseschwarm aufsteigen und in ungeordneter Formation über der Niederung sehen, halten sie nach dem mächtigen Seeadler Ausschau.“ Erkennbar sei dieser an den breiten Flügeln und dem relativ langsamen Flügelschlag. Vorsicht: Verwechslungen seien in diesem Fall vor allem mit den Graureihern möglich. In der Nähe könne man mit etwas Glück auch Weiß am Schwanz des Vogels sehen. „Ein reinweißer Schwanz findet sich nur bei älteren Tieren.“ Der in der Niederung von Hans-Dieter Lichtner beobachtete Adler sei „vielleicht im zweiten oder dritten Jahr“. Er zeige etwas Weiß im Schwanz, aber nicht sehr viel. Das könne der Beobachter eventuell auch übersehen.

 Ein guter Platz für die Beobachtung auf den Amtmannschen Wiesen ist laut Angaben der Förderverein der neue Beobachtungsstand am Heidornweg in der Nähe der Auebrücke. Eine Empfehlung: „Bleiben Sie aber bitte auf jeden Fall hinter dem Sichtschutz, um die Rastvögel nicht zu stören.“ Die Beobachtungen des Seeadlers vermittle das beruhigende Gefühl, dass wenigstens einige Arten unserer einheimischen Tierwelt sich in ihrem Bestand erholt hätten. Vor 20 Jahren wäre das Auftauchen des Seeadlers noch eine Sensation gewesen: „Heute ist es Gott sei Dank nur noch ein schönes, wenn auch bemerkenswertes Ereignis.“ r, rc

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