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In vollen Zügen genießen

Neubürger begrüßt In vollen Zügen genießen

Vertreter von Rat und Verwaltung der Stadt haben mit einem Empfang im neuen Sitzungssaal des Rathauses zahlreiche Neubürger willkommen geheißen. Bürgermeister Reiner Brombach forderte seine 100 Gäste auf, sich im Gemeinwesen einzubringen.

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Bürgermeister Reiner Brombach begrüßt die Neubürger im neuen Sitzungssaal des Rathauses.

Quelle: bus

Bückeburg. Zu der stets vor Beginn der langen Kulturnacht organisierten Veranstaltung waren in diesem Jahr 866 Personen eingeladen worden, etwa 100 folgten der Einladung. „Ich freue mich, dass Sie hier sind, fühlen Sie sich wohl in unserer Stadt“, gab Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach in Anwesenheit zahlreicher Ratsmitglieder zu verstehen.

Das Rathaus stehe allen Bürgern offen, betonte das Stadtoberhaupt. Er könne zwar nicht versprechen, alle Anregungen und Wünsche erfüllen zu können, „aber seien Sie sicher, dass wir sehr an Ihnen interessiert sind“. Zugleich ermunterte Brombach die neuen Bürger zum Mittun. „Bringen Sie sich ein – egal, ob in der Kernstadt oder in den Ortsteilen, das kann unser Gemeinwesen nur stärker machen.“ Und: „Haben Sie nie Hemmschwellen oder Ängste, das Rathaus zu betreten. Kommen Sie jederzeit, wir stehen Ihnen zur Verfügung.“

Im Dunstkreis der Kulturnacht kam Brombach selbstredend um die Erwähnung von Bückeburgs kulturellen Aushängeschildern Johann Christoph Friedrich Bach, Johann-Gottfried Herder und Hermann Löns nicht herum. „Unsere Kultur“, meinte Brombach rückblickend, „haben wir im Wesentlichen dem Fürstenhaus Schaumburg-Lippe zu verdanken.“ Dieses habe vor rund 400 Jahren mit dem Umzug von Stadthagen und der Verleihung der Stadtrechte wesentliche Anstöße gegeben.

Einwohnerzahl steigt wieder über 20 000 durch Neubürger

Heute präsentiere sich die Ex-Residenz als eine Stadt mit etwa 20000 Einwohnern, die durch den Zensus allerdings unter die 20000er Marke gesunken sei. Durch die Neubürger komme die Kommune der wichtigen Marke unterdessen wieder näher. „Daher gilt Ihnen unser besonderer Dank, weil das auch finanzielle Auswirkungen hat“, erläuterte der Bürgermeister. Ein Gemeinwesen sei immer sehr darauf angewiesen, finanziell sauber dazustehen, weil man sich nur dann Dinge wie etwa Kultur, Sportstätten und Bäder leisten könne, die eine Stadt erst zu einer Stadt werden ließen.

Obwohl früher die Industrialisierung an Bückeburg nahezu vorbeigegangen sei, führte Brombach aus, verfüge die Stadt derzeit über weit mehr als 1000 Betriebsstätten. Größter Arbeitgeber sei nach wie vor die Bundeswehr – bis vor kurzer Zeit als Heeresfliegerwaffenschule, gegenwärtig als Internationales Hubschrauberzentrum, das Ausbildung nicht nur für Deutsche und nicht nur für Militärs anbiete. Als weitere Besonderheit erwähnte das Stadtoberhaupt den Sitz des Niedersächsischen Staatsgerichtshofs.

Ort mit "gutem Freizeitwert"

Auch wenn einst hier angesiedelte Behörden wie Zoll- und Katasteramt im Zuge der Zentralisierung neue Standorte gefunden hätten, sei Bückeburg ein Ort geblieben, „in dem man sein Leben in vollen Zügen genießen kann“. Man ermögliche hier alles außer alpinem Skifahren und Hochseesegeln. „Golf, Tennis, Reiten, Radfahren und Wandern sind möglich, der Freizeitwert ist durchaus gut“, erklärte der Gastgeber. Und durch ein gut ausgebautes Straßennetz und den Anschluss an die Bahnstrecke Berlin-Ruhrgebiet respektive Warschau-Paris fehle auch die Anbindung an die große Welt nicht.

Die Eingeladenen, zu denen auch anerkannte ehemalige Asylbewerber zählten, erhielten freien Eintritt für die sich anschließende Kulturnacht sowie – in vom Pfadfinderstamm „Bilche“ liebevoll gestalteten Umschlägen – allerhand praktisches Informationsmaterial und etliche Gutscheine städtischer Einrichtungen. bus

Wie der Bürgermeister am Rande des Empfangs mitteilte, weist die Statistik des Einwohnermeldeamtes aktuell rund 19750 Bewohner aus, was nach wie vor mit den Erhebungen des Zensus kollidiert. Hinsichtlich der von mehreren Städten erhoben Klage gegen diese Erhebungen gebe es noch keine Entscheidung. Bleibt anzumerken, dass den 866 Zugezogenen 1374 Personen gegenüberstehen, die der Stadt zwischen dem 1. Juli 2015 und dem 30. Juni 2016 den Rücken gekehrt haben. bus

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