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In zwei Schritten teurer

Bückeburg In zwei Schritten teurer

Die Stadt wird ihre Kindergartengebühren zum 1. Januar 2015 erhöhen. Die Gebühren steigen durchschnittlich zwischen 5,9 bis 8,7 Prozent, in Abhängigkeit der Betreuungsstunden die Eltern für ihre Kinder in Anspruch nehmen.

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Quelle: SN

Bückeburg. Bis 2017 wird in einem weiteren Schritt eine erneute Anhebung zu erwarten sein, da die Stadt einen elternseitigen Kostendeckungsgrad von 20 Prozent anstrebt. Derzeit wendet die Stadt jährlich rund 4,14 Millionen Euro für die Betreuung und Unterhaltung der Kindergärten und Krippen auf. Im Ausschuss für Jugend und Familie wurde nach einigen Nachfragen eine entsprechende Empfehlung an den Rat ausgesprochen.

 Wer die Sonderöffnungszeiten in Anspruch nimmt, muss künftig eine Pauschale von sieben Euro bezahlen, unabhängig davon, wie viele Stunden die Eltern in Anspruch nehmen. Der Abrechnungsaufwand wäre sonst zu hoch, begründete die Verwaltung diesen Vorschlag. Bisher waren diese Sonderöffnungszeiten in der Gebührenkalkulation nicht berücksichtigt worden. 2013 fielen 62000 Stunden Sonderbetreuung an, also wenn Eltern ihre Kinder vor acht Uhr oder nach 15 Uhr betreuen lassen.

 Ebenfalls geändert wird die Gebührensatzung für das verpflichtende Mittagessen bei einer Betreuungszeit über sechs Stunden, das bisher 60 Euro im Monat kostete. Dabei bleibt es auch im Durchschnitt, nur dass jetzt durchgängig zwölf Monate 55 Euro bezahlen werden müssen. Die durchgängige Bezahlung spart Arbeit in den Verwaltungen der Träger, die bisher den kostenfreien Monat für jedes Kind manuell in der Buchhaltung eingeben mussten.

 Wie Maike Aldag von der Stadtverwaltung im Ausschuss mitteilte, belaufen sich die durchschnittlichen Betreuungskosten pro Kind und betreuter Stunde auf 4,04 Euro. Auf Grundlage dieser Zahl wurde das neue Zahlenwerk errechnet, um eine möglichst gerechte Gebührenkalkulation zu gewährleisten. Verworfen wurde ein Vorschlag des Kindergarten-Elternvertreters, die Gebühren erst zum 1. Juli 2015 zu erhöhen, damit sich die Eltern auf die Anhebung einstellen können, zumal Fachgebietsleiter Christian Schütte einräumte, dass die neuen Gebührenbescheide erst im Februar verschickt werden können. Es sei „immer unerfreulich“, Gebühren zu erhöhen, merkte Ratsfrau Anka Knechtel (SPD) an. Eine 20-prozentige Kostenbeteiligung sei aber zumutbar.

 Die neuen Gebühren: sechs Stunden kosten 90 statt 85 Euro, über sechs Stunden: 125 statt 115 Euro, Krippe sechs Stunden: 145 statt 135 Euro, Krippe neun Stunden: 205 statt 190 Euro.rc

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