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Internationale Spitzenklasse

Bückeburg Internationale Spitzenklasse

Der Internationalen Musikakademie für Solisten (IMAS) gelingt es Jahr für Jahr, die „zukünftigen Meister“, so der Vorsitzende Veit Pagel, nach Bückeburg zu locken.

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Zum Abschied eine Rose: Ein kleines Dankeschön für ein hochklassiges Konzert.

Quelle: mig

Bückeburg. Seit mehr als drei Jahrzehnten ist das Niveau gleichbleibend hoch – wie jetzt wieder das Abschlusskonzert von 19 der insgesamt 40 Stipendiaten unter Beweis stellte.

Die Jungmusiker wurden von hochklassigen Dozenten unterrichtet. Beispielsweise von der bekannten Sängerin Christiane Iven, der man den Titel „Kammersängerin“ verliehen hat. Oder von Bernd Goetzke (Klavier), der sich um die Förderung des Nachwuchses verdient gemacht hat. Dazu kommt Marie-Luise Neunecker (Horn), die 2013 den renommierten Frankfurter Musikpreis bekommen hat. Wie es idealerweise gehen kann, zeigt sich am Beispiel von Iven, die vor 30 Jahren selbst Stipendiatin der IMAS gewesen ist. „Heute leitet sie einen Kurs – so schließt sich der Kreis“, ließ Pagel das Publikum wissen.

Dass Pagel mit den „zukünftigen Meistern“ recht behalten sollte, zeigte sich dann im musikalischen Teil des Konzertes. Den Anfang machte Andreas Becker (Horn), begleitet von Ikuko Odai am Klavier. Becker hatte das „Allegro moderato“ aus Ludwig van Beethovens Sonate für Klavier und Horn F-Dur op. 17 erarbeitet – ein Stück, das sowohl im wunderbar warmen Bläsersatz, als auch im Klavierteil aufs Beste gelang.

Weiter ging’s mit dem „Allegro con brio“ von Beethovens „Sonate C-Dur“, op. 53, sprich der bekannten „Waldstein“-Sonate. Soohong Park spielte das Werk mit viel Drive, blieb aber trotz des scharfen Tempos glasklar, transparent und gefühlvoll im Ausdruck. Kristallreines Pianissimo vereinte sich mit donnernder Lautstärke. Den Schlusspunkt unter den ersten Teil setzte dann eine packende Interpretation von Robert Schumanns Adagio und Allegro, op.70. Ben Goldscheider (Horn), begleitet von Odai am Klavier, gab der Melodie viel Raum, ließ sie förmlich dahinströmen. Sein Adagio atmete erhabene Ruhe. Einen Kontrast zu dieser Losgelöstheit bildete das anschließende Allegro: Dem fanfarenartigen Repetitionsmotiv stand ein lyrischer, ein bisschen an das Adagio erinnernder Teil gegenüber, den das Duo in feinen Facetten beleuchtete.

Der zweite Teil begann, wie der erste Teil zu Ende gegangen war, mit einem musikalischen Leckerbissen. Kevin K. Mantu (Klavier) gab Domenico Scarlattis „Sonate h-Moll“, K. 87. Sein Legato-Spiel war weich, federleicht und perfekt ausgewogen. Alles verschmolz zu einem großen Ganzen. Den nächsten Höhepunkt hatte dann David Coral-Patino (Horn), begleitet von Odai am Klavier im Köcher. „En foret“ heißt das Werk von Eugène Bozza – ein munteres Charakterstück, das durchaus auch für eine Prüfung verwendet werden könnte. Der Kolumbianer meisterte sämtliche Hürden ohne Fehler und scheinbar ohne Mühe. Wunderschön auch „Das Alphorn“ von Richard Strauss, vorgetragen von Iris Marie Sojer (Gesang) und Kristian Katzenberger (Horn), begleitet von Boris Kusnezow am Klavier. Das leise Echo, die Mühelosigkeit, in der es die Skalen rauf und runter ging, bildeten einen meisterhaften Auftritt, der begeisterte.

Ebenfalls ein großes Lob verdienten sich Samantha Gaul und Anna-Doris Capitelli aus der Gesangs-Klasse. Ihr „Duett des Octavian und der Sophie“ aus dem „Rosenkavalier“ war nicht nur schön anzuhören, sondern auch schön anzusehen. Stimmlich präsentierten sich beide Sängerinnen erstaunlich reif. Noch einen drauf setzte dann Tigranuhi Hovhannisyan. Ihre Arie der Mimi aus der Oper „La Boheme“ von Giacomo Puccini war der in sich stimmigste Vortrag an diesem Abend. Ihr silbriger Sopran war von einer berückenden Schönheit, die Koloraturen gelangen fließend und mühelos. Wer da nicht ins Träumen kam... mig

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