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Investor braucht Zeit zum Nachdenken

Weihnachtsmarkt unter Tage Investor braucht Zeit zum Nachdenken

Jörg Achilles, Vorsitzender des Bezirksausschusses, hätte gern ein anderes Ergebnis präsentiert. Am Tag vor der jüngsten Sitzung des Ortsgremiums hatte es ein größeres Treffen mit einem potenziellen Investor für den Weihnachtsmarkt unter Tage gegeben.

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Porta Westfalica. „Dabei sind die Zahlen auf den Tisch gelegt worden“, berichtete Achilles im Ausschuss. „Der Investor hat ein bisschen die Augen verdreht.“

Der Vorsitzende zieht daraus den Schluss: „Es sieht vielleicht nicht ganz so günstig aus.“ Geschäftlich ist der Interessent sonst in einem völlig anderen Bereich tätig. Zurzeit lässt er sich die Sache noch einmal durch den Kopf gehen.

Ob es im Dezember 2015 weitergeht, nachdem der defizitäre Weihnachtsmarkt zuletzt zweimal hintereinander ausgefallen ist, erscheint damit weiter fraglich. Ohne einen privaten Investor oder Sponsoren läuft wohl nichts, weil Vereine oder der Kreis Minden-Lübbecke das finanzielle Risiko nicht tragen können. Als sicher gilt dagegen, dass mindestens der Kleinenbremer Heimatverein das Vorhaben mit seiner Manpower wieder ehrenamtlich unterstützen würde, vielleicht auch weitere Teile der Dorfgemeinschaft.

Zuletzt hatte die Großveranstaltung in der stillgelegten Erzgrube fünfstellige Verluste gemacht. Dabei waren bis zu 9000 Besucher unter Tage eingefahren, um das für die Region einmalige Ereignis hautnah zu erleben.

Manfred Horter, Vorsitzender des Aufsichtsrates von Besucher-Bergwerk und Museum, sprach von rund 25000 Euro im Jahr 2012. Falls es eine Fortsetzung gibt, wäre die Gesellschaft, eine gemeinnützige GmbH, nur noch Vermieterin, sichert aber Unterstützung in Form von Know-how zu. Angesichts der Zahlen sind bereits mehrere potenzielle Veranstalter abgesprungen, darunter auch Gastronomen und Privatleute.

Die Alternative könnte ein Weihnachtsmarkt der Vereine im Steinbruch des Besucher-Bergwerks sein, verbunden mit Führungen in die festlich geschmückten Stollen. Dann kämen die teuren Auflagen nach Bergrecht nicht zum Tragen, hieß es. Die Idee dahinter sei, „etwas zu machen, das auch beherrschbar ist“, so Jörg Achilles im Ausschuss.

Mit dem Gedanken an einen abgespeckten Übertage-Weihnachtsmarkt kann sich jedoch zumindest der Bezirksausschuss für Kleinenbremen, Nammen und Wülpke nicht anfreunden. Die Mitglieder sprachen sich dagegen aus. „Der Weihnachtsmarkt lebt von nichts anderem als dem Untertage-Erlebnis“, erklärte beispielsweise Dietrich Müller-Prasuhn (SPD).

„Es gibt einfach zu viele Weihnachtsmärkte an zu vielen Stellen“, fügte er hinzu. Befürworten würde der Bezirksausschuss nur einen Weihnachtsmarkt unter Tage. „Er ist noch nicht tot“, betonte Jörg Achilles.

Während die Großveranstaltung im Berg (mit Helmpflicht), die 2009 Premiere hatte, bundesweit einzigartig ist, könnte ein Weihnachtsmarkt im Steinbruch einer zuviel sein. Dies gilt umso mehr, weil es in Kleinenbremen bereits ein „Singen unter dem Weihnachtsbaum“ gibt, das in diesem Jahr von der Kirche auf den Mönkhoff-Hof umziehen soll und in die Regie des örtlichen Heimatvereins übergehen könnte.

ly

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