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James Bond sorgt für Spannung

VHS-Kinderuni James Bond sorgt für Spannung

Spannend wurde es, als James Bond ins Spiel kam: „007“ tauchte etwa eine halbe Stunde nach Beginn eines von Wolfgang Gastorf an der „VHS-Kinderuni“ in Bückeburg über Tragschrauber gehaltenen Vortrags auf.

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Technik zum "Begreifen"

Quelle: bus

Bückeburg (bus). Bond war in diesem Zusammenhang deshalb von Interesse, weil er in dem Film „Man lebt nur zweimal“ einen „Little Nellie“ benannten Tragschrauber pilotierte – samt Flammenwerfer, Raketen, Maschinengewehr und Luftminen.

 Aber auch jenseits des Geheimagenten vermittelte Gastorf den jungen „Studierenden“ allerhand Wissenswertes über die manchmal auch als „Gyrocopter“ oder „Autogyro“ bezeichneten Fluggeräte. Wie der erfahrene Pilot und Leiter des Archivs des Hubschraubermuseums darlegte, nahm die Entwicklung dieser Unterart der Drehflügler ihren Anfang mit dem spanischen Luftfahrtpionier Juan de la Cierva. Dessen in den dreißiger Jahren rund 80-mal gebaute „C.30 A“ erreichte damals eine Spitzengeschwindigkeit von knapp 120 Stundenkilometern.

 Die Besonderheit an Ciervas Flugzeug war, dass der Rotor nicht durch ein Triebwerk, sondern durch den Fahrtwind in Drehung versetzt wurde. Der Vortrieb erfolgte (wie bei einem Flugzeug mit starren Flügeln) durch ein Propellertriebwerk. „Das Prinzip funktioniert nach wie vor“, erläuterte der Referent. Und es beinhalte zahlreiche Vorteile wie etwa sehr kurze Startrollstrecken, geringe Beeinflussung durch Turbulenzen und starke Winde sowie die Möglichkeit extrem geringer Fluggeschwindigkeiten.

 „90 Prozent aller Hubschrauberflüge“, führte der Experte aus, „könnten mit einem Tragschrauber für nur zehn Prozent der Kosten geflogen werden.“ Zudem betrügen Beschaffungs- und Betriebskosten nur etwa zehn Prozent eines herkömmlichen Hubschraubers.

 Heute sind Tragschrauber überwiegend bei der Polizei, der Küsten- und Bergwacht, im Rettungsdienst, bei Luftbildvermessungen und Überwachungen sowie im Agrar- und Forstbereich im Einsatz. Aktuelle Modelle sind ab etwa 55000 Euro käuflich zu erwerben. Der Erwerb eines Flugscheins schlägt mit 6000 bis 10000 Euro zu Buche. Für die „Kinderuni“-Besucher hielt der Referent ein Angebot parat: Sie können im September an einer kostenlosen Führung im Hubschraubermuseum teilnehmen.

 Gastorf beantwortete auch die im „Kinderuni“-Prospekt aufgeworfene Frage, ob ein Tragschrauber von einem U-Boot gezogen werden kann. „Das funktioniert sogar sehr gut und ermöglicht der U-Boot-Besatzung einen besseren Überblick“, erklärte der Fachmann. Wegen der Erdkrümmung reiche deren Blick normalerweise nur etwa neun Kilometer weit. Die Person im Tragschrauber indes könne 30 bis 40 Kilometer weit sehen. „Im Cockpit sitzt dann gewissermaßen das Auge des Kapitäns.“

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