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Bückeburg Stadt Jede Orgel ist ein Einzelstück
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Jede Orgel ist ein Einzelstück
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00:16 19.09.2016
Siebelt Meier zeigt, welche Klangfülle aus der Orgel herauszuholen ist. Quelle: wk
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BÜCKEBURG

Die Kleinste ist lediglich bleistiftdick und nur ein paar Zentimeter lang, die Größte mehr als oberarmdick und etwa zehn Meter lang (weshalb sie statt aufrecht liegend eingebaut worden ist). Für Wartungsarbeiten zugänglich sind die Pfeifen über im hinteren Bereich der Orgel zu findende Leitern, die über drei Etagen führen. Damit nicht genug, verfügt die von einer kunstvoll gestalteten Fassade („Orgelprospekt“) gezierte Orgel über drei Manuale und 47 Register. Letztere erlauben unzählige Kombinationsmöglichkeiten, um den Klang des Instrumentes zu beeinflussen.

Termin

Matthias Neumannspielt am Sonnabend, 17. September, an der Janke-Orgel. Das Abschlusskonzert der „Schaumburger Orgelwoche“ beginnt um 20 Uhr. Auf dem Programm stehen Werke von Dietrich Buxtehude, Jan Pieterszoon Sweelinck, Nicolaus Bruhns, Georg Böhm und Johann Sebastian Bach. Der Eintritt ist frei. Neuman ist Kantor an der Kirche St. Marien in Hamburg, Professor für Orgel an der Hochschule für evangelische Kirchenmusik in Bayreuth und ist Bach-Preisträger der Stadt Leipzig.

 Derlei Wissenswertes erfuhren die Teilnehmer einer von Siebelt Meier, dem Kantor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bückeburg, geleiteten „Orgel-Führung“. Anlass war die „1. Schaumburger Orgelwoche“.

 „Das Besondere an einer Orgel ist, dass man verschiedene Klangfarben und -höhen ‚übereinanderstapeln’ kann“, ergänzte Meier. Dadurch erhalte man nicht nur eine enorme Klangfülle, sondern könne auch höchst unterschiedliche Soundeffekte erzeugen. So könne man sogar Flötentöne nachahmen und posaunenartige Klänge produzieren.

 „Jede Orgel ist ein Einzelstück“ – so eben auch die in der Stadtkirche, betonte der Kantor. Dabei sei das im Bückeburger Gotteshaus zu bestaunende Instrument übrigens erst 1997 neu gebaut worden. Einige alte Pfeifen der vorherigen Orgel wurden allerdings mit eingebaut. Und den historischen „Orgelprospekt“ ließ man unverändert, um den barocken Stil der Kirchenorgel beizubehalten. Abgesehen von dem großen Gebläsemotor, der – „um einen gleichmäßigen Winddruck zu haben“ – elektrisch angetrieben wird, werden die Töne auf der Orgel rein mechanisch erzeugt.

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