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„Jeder bekommt nur das zu hören, was er hören soll“

Bückeburg / Diskussion „Jeder bekommt nur das zu hören, was er hören soll“

Bereits vor der jetzigen Diskussion über Finanzierung und Zukunft der freiwilligen Feuerwehren in Bückeburg hatte die Wählerinitiative für Schaumburg (WIR) Stadtbrandmeister Marko Bruckmann signalisiert, dass Gesprächsbedarf bestehe, um sich ein klares Lagebild zu verschaffen.

Bückeburg. Aus diesem Grund hatte Ratsherr Andreas Paul Schöniger zum ersten Bückeburger Kamingespräch Mitglieder des Stadtkommandos und der Feuerwehr Niedernwöhren eingeladen. Ziel der Veranstaltung sei es gewesen, so WIR in einer Pressemitteilung, sich vor dem Hintergrund der anhaltenden Spekulationen über den Fortbestand und die Entwicklung der Ortsfeuererwehren und die finanziellen Rahmenbedingungen Informationen aus Feuerwehrhand zu verschaffen. Da auch Haushaltmittel des Landkreises zur Finanzierung der Feuerwehr einfließen, haben der Fraktionsvorsitzende der Gruppe WIR/FDP/Möller im Kreistag, Richard Wilmers, und Bernd Kirsch, Stadtrat aus Obernkirchen, an der Besprechung teilgenommen.

 Stefan Ahrens von der freiwilligen Feuerwehr Meerbeck-Niederwöhren, die 2011 fusionierte, leitete den Abend ein. Am Beispiel der Fusion von zwei Ortswehren habe WIR wichtige Informationen und Argumentationshilfen aus erster Hand mitgenommen, heißt es. Insbesondere sei es um Bedingungen und Auswirkungen gegangen, die sich aus der Zusammenlegung der Wehren ergeben hätte. Ein Konzept zur Kostenoptimierung habe den Verantwortlichen als Diskussionsgrundlage gedient, um zukunftsorientiert zu handeln.

 In der mehr als zweistündigen Gesprächsrunde seien zwei Probleme immer wieder angesprochen worden: der „unzureichende Dialog zwischen Stadtrat und Feuerwehr“ und die Tatsache, dass ein Feuerwehrkonzept nie fortgeschrieben worden sei. Sachinformationen für alle Ratsmitglieder seien aber wichtig, um Transparenz zu schaffen, bevor Investitionen in Neubauten und die Erneuerung des Fuhrparks beschlossen würden. „Es hat den Anschein, dass jeder nur das zu hören bekommt, was er hören soll,“ so Schöniger. Daher schlage WIR eine Sitzung des Feuerschutzausschusses mit einem erweiterten parteiübergreifenden Personenkreis und dem Stadtkommando vor. Es müssten schnellstmöglich alle Fakten auf den Tisch, um Zukunftskonzeptionen, auch unter Einbindung des vorhandenen Fuhrparks der Kreisfeuererwehr vor Ort, zu entwickeln.

 Ziel müsse sein, nicht nur das Notwendigste zu tun, sondern das Optimale für die Ortsfeuerwehren zu erreichen, so Schöniger. Nur so bleibe die Feuerwehr für den Nachwuchs attraktiv sowie „zukunfts- und einsatzsicher“.  kk, r

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